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Bautzen

Bautzen: Kirchen schließen sich zusammen

Die drei evangelisch-lutherischen Kirchgemeinden in Bautzen sind seit dem 1. Januar ein Kirchspiel. Was das für die Gemeinden bedeutet.

Pfarrer Christian Tiede ist der Leiter des neuen Kirchspiels Bautzen. Dieses setzt sich aus den bisher eigenständigen Kirchgemeinden St. Petri, St. Michael und Gesundbrunnen zusammen.
Pfarrer Christian Tiede ist der Leiter des neuen Kirchspiels Bautzen. Dieses setzt sich aus den bisher eigenständigen Kirchgemeinden St. Petri, St. Michael und Gesundbrunnen zusammen. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Die Bautzener Kirchgemeinden St. Petri, St. Michael und Gesundbrunnen haben sich zum 1. Januar zu einem gemeinsamen Kirchspiel zusammengeschlossen. Christian Tiede, Pfarrer der St. Petri Kirchgemeinde und neuer Leiter des Kirchspiels, sagt auf Nachfrage von Sächsische.de: „Das Kirchspiel ist eine neue rechtliche Einheit. Die Kirchgemeinden bleiben zwar erhalten, doch die Zusammenarbeit soll nun intensiver und enger sein als zuvor.“

So werden die Verwaltungen zusammengeführt und die Finanzen zentral verwaltet. Die insgesamt rund 50 Mitarbeiter der drei Kirchgemeinden sind nun alle beim neuen Kirchspiel angestellt. Der Sitz des Kirchspiels ist das Kirchgemeindehaus Am Stadtwall. Am Mittwoch konstituiert sich erstmals der neue Kirchenvorstand. „Wir wollen als Kirche weiterhin Ansprechpartner vor Ort sein, aber haben nun eben eine gemeinsame Verwaltung und wollen mehr miteinander machen“, sagt Christian Tiede.

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Bereits im vergangenen Jahr erklärte der Pfarrer im Interview mit Sächsische.de die Gründe für den Zusammenschluss. „Wir haben hier in Bautzen noch viele Kirchenmitglieder, die regelmäßig die kirchlichen Angebote wahrnehmen. Das ist zahlenmäßig durchaus immer noch besonders in Deutschland“, sagte er. „Dennoch müssen auch wir schauen, wie in den nächsten 20 Jahren Kirche gut funktionieren kann.“

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