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Keine Romantica, doch Läden können länger öffnen

Wegen Corona fällt die Bautzener Einkaufsnacht in diesem Jahr aus. Ein Bummel durch die Stadt lohnt sich am 7. November trotzdem.

Lichtshows begleiteten die Bautzener Erlebnis-Einkaufsnacht Romantica im vergangenen Jahr. Diesmal findet sie nicht wie gewohnt statt.
Lichtshows begleiteten die Bautzener Erlebnis-Einkaufsnacht Romantica im vergangenen Jahr. Diesmal findet sie nicht wie gewohnt statt. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Keine Lasershow auf dem Postplatz, keine Feuershows, keine Kunst-Ausstellung: Die Einkaufsnacht Romantica, wie sie die Bautzener aus den Vorjahren kennen, wird in diesem Jahr nicht stattfinden. Das teilte der Innenstadtverein, der das Fest sonst organisiert hat, am Mittwoch mit. Rund 50.000 Leute waren in den Vorjahren zur Veranstaltung in die Bautzener Innenstadt gekommen; drängten sich dicht an dicht. Ausmaße, die in Zeiten einer Pademie undenkbar sind. „Es ist schon traurig“, sagte der Vereinsvorsitzende Bernd Bimmrich. Aber Musikprogramm, Speise- oder Getränkestände könne es in diesem Jahr nicht geben.

Zunächst hatte der Verein geplant, die Romantica in kleinerem Rahmen stattfinden zu lassen. Das Kornmarktcenter und viele Bautzener Händler hätten jedoch signalisiert, dass sie angesichts der aktuellen Situation ihre Läden nicht bis in den späten Abend hinein öffnen wollen. „Die Händler hätten eigene Hygienekonzepte ausarbeiten müssen“, erklärt Innenstadtverein-Pressesprecher René Meißner. Viele Händler seien jedoch sehr verunsichert.

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Innenstadtverein hat neuen Vorstand

Dennoch wolle der Verein Optimismus ausstrahlen, so Meißner. Zumindest zu den gewöhnlichen Öffnungszeiten seien die Leute an jenem eigentlichen Romantica-Sonnabend, dem 7. November, in die Innenstadt eingeladen. Läden, die länger öffnen möchten, könnten das tun. Und: Freitag, Sonnabend und Sonntag will der Verein ab 16 Uhr die Wasserkunst und den Reichenturm beleuchten. „Wir hoffen, dass Fotos davon in den sozialen Medien gepostet werden“, sagte René Meißner. „Es soll schön aussehen – wir wollen damit zeigen: Es wird irgendwann wieder losgehen.“

Auch unabhängig von der Corona-Pandemie war zunächst unklar, ob es in diesem Jahr eine Romantica geben kann: Weil die Stadt dem Innenstadtverein finanzielle Zuschüsse gestrichen hatte, hatte der Verein der Citymanagerin gekündigt. Es gab Verwerfungen innerhalb des Vereins. Kurz darauf legte der damalige Vereinsvorsitzende sein Amt nieder. Nun hat der Verein mit Bernd Bimmrich einen neuen Vorsitzenden, auch der stellvertretende Vorsitzende René Meißner und die Schatzmeisterin Barbara Nowack sind neu im Vorstand.

Der Verein will sich nun anders ausrichten als bisher. Ein Fokus soll darauf liegen, die Händler – und auch Dienstleister oder Ärzte in der Stadt – besser zu vernetzen. Zum Beispiel gibt es jetzt unter den Händlern pro Straßenzug sogenannte Straßenmanager. Langfristig wolle der Verein zudem eine Person einstellen, die bei der Arbeit hilft. Dabei ginge es aber nicht um einen neuen Citymanager, heißt es.

Einkaufssonntage sollen stattfinden

„Wir werden versuchen, Veranstaltungen umzusetzen“, sagt Bernd Bimmrich, „aber erst einmal müssen wir Strukturen schaffen.“ Pläne für das Frühlingsfest, das der Verein bislang mit organisiert hat, seien nicht vom Tisch – aber gerade erst einmal zweitrangig. Das Herbstfest und die Romantica im kommenden Jahr sollen stattfinden.

Und wie steht es um die verkaufsoffenen Sonntage in diesem Jahr? „Wir wollen daran festhalten“, teilt Bautzens Wirtschaftsförderer und Schriftführer im Innenstadtverein, Alexander Scharfenberg, mit. „Wir warten aber noch auf die offizielle Erlaubnis dafür.“ Gekoppelt sind verkaufsoffene Sonntage aus rechtlichen Gründen an besondere Anlässe. In Bautzen war das der Wenzelsmarkt – Unsicherheit gibt es, weil dieser abgesagt worden ist. Stattfinden sollten die verkaufsoffenen Sonntage am 6. und am 20. Dezember.

Der Beitrag wurde am 28. Oktober um 18.20 Uhr aktualisiert.

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