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Mit Verspätung ins Erwachsenen-Leben

Wegen Corona müssen auch dieses Jahr viele junge Leute auf ihren großen Tag warten. Doch jetzt starten im Kreis Bautzen Jugendweihe, Konfirmation und Firmung.

Katja Brückner feierte im vergangenen Jahr in Kamenz ihre Jugendweihe, die erste Feierstunde in diesem Jahr findet am Freitag in Wilthen statt.
Katja Brückner feierte im vergangenen Jahr in Kamenz ihre Jugendweihe, die erste Feierstunde in diesem Jahr findet am Freitag in Wilthen statt. © Steffen Unger

Bautzen. Die meisten Jugendlichen können ihn gar nicht abwarten, den Schritt ins Erwachsensein. Aber auch in diesem Jahr verlängert Corona die Kindheit um ein paar Wochen oder Monate. Doch in den nächsten Wochen nehmen Jugendweihe, Konfirmation, Kommunion und Firmung auch im Landkreis Bautzen Fahrt auf. Im vergangenen Jahr fanden die meisten Feiern erst im Herbst statt.

Genau 808 Mädchen und Jungen sind aktuell im Landkreis zur Jugendweihe angemeldet - mehr als in den vergangenen Jahren. 2019 zum Beispiel sehnten 591 Jugendliche diesen Tag herbei, im vergangenen Jahr 714.

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Die erste Feierstunde findet an diesem Freitag ab 12 Uhr im Wilthener Haus Bergland statt. Hier vollziehen 26 Mädchen und Jungen den Schritt ins Erwachsenenleben. Zwei Feierstunden stehen am Sonnabend im Pulsnitzer Schützenhaus auf dem Programm, eine in der Aula des Bischofswerdaer Gymnasiums.

Jugendweihen starten in dieser Woche

Zu den weiteren Veranstaltungsorten gehören unter anderem die Bautzener Krone, das Hotel Stadt Dresden in Kamenz, der Radeberger Kaiserhof und das Schützenhaus in Weißenberg. Hier findet die zahlenmäßig kleinste Feierstunde statt - am 10. Juni erhalten in Weißenberg zwölf Mädchen und Jungen ihre Jugendweihe.

Die größte Feier im ganzen Landkreis steigt in der Lausitzhalle in Hoyerswerda: Hier freuen sich am 25. September 77 Mädchen und Jungen über den Eintritt in einen neuen Lebensabschnitt. Am gleichen Tag stehen in der Lausitzhalle noch zwei weitere Feierstunden auf dem Programm - und damit endet dann auch das Jugendweihejahr im Landkreis.

"Die Feiern werden ähnlich wie im vergangenen Herbst mit Hygienekonzept und –regeln ablaufen, darunter Abstand und Maskenpflicht", erklärt Carla Hentschel vom Sächsischen Verband für Jugendarbeit und Jugendweihe. Die gleichen Regeln gelten auch für Konfirmation, Kommunion und Firmung.

Wie in den vergangenen Jahren auch, bekommen alle Teilnehmer der Jugendweihe das Buch „Jugendweihe – Wendepunkt, Weltanschauung, Werte". Konfirmanden erhalten eine Urkunde, Teilnehmer an der Kommunion ein kleines Geschenk von ihren Pfarreien.

Konfirmationen gehen bis Oktober

Die Konfirmationen im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz haben bereits im April und Mai begonnen - mit den ersten Feiern in der Evangelisch-Lutherischen Kirchgemeinde Schwepnitz-Neukirch-Schmorkau. Am bevorstehenden Wochenenden feiern die Kirchgemeinden Bretnig-Hauswalde-Rammenau, Pohla-Uhyst und Großröhrsdorf.

Bis in den Herbst finden im Kirchenbezirk insgesamt 43 Konfirmationen statt. Am längsten müssen sich die Konfirmanden in Wilthen gedulden - ihr bedeutender Tag kommt am 3. Oktober, zugleich Tag der Deutschen Einheit.

"Eigentlich sollten in diesem Jahr im Kirchenbezirk Bautzen-Kamenz 411 heranwachsende Jugendliche konfirmiert werden", berichtet Matthias Oelke von der Pressestelle des Evangelisch-Lutherischen Landeskirchenamtes Sachsens. Zu diesen 411 kommen allerdings noch einige "Überhänge aus dem letzten Jahr". Damit ist 2021 für den Kirchenbezirk ein starkes Konfirmations-Jahr - üblicherweise schwankt die Zahl zwischen 300 und 400.

Janina Elsner aus Radibor freut sich auf ihre Erstkommunion am 25. Juli. Sie wird dann die traditionelle sorbische Tracht tragen – ein Stück davon zeigt sie schon mal.
Janina Elsner aus Radibor freut sich auf ihre Erstkommunion am 25. Juli. Sie wird dann die traditionelle sorbische Tracht tragen – ein Stück davon zeigt sie schon mal. © SZ/Uwe Soeder

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Den Schritt ins Erwachsenenleben vollziehen junge Katholiken mit der Firmung. Auch diese finden in diesem Jahr später statt. In den vergangenen Jahren gab es im Bistum Dresden-Meißen immer etwa 600 Firmlinge.

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