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Bautzens Wirtschaftsförderer geht

Ende September verlässt Alexander Scharfenberg die Stadtverwaltung. Nicht die einzige vakante Stelle im Rathaus.

Bautzens Wirtschaftsförderer Alexander Scharfenberg gibt sein Amt im Rathaus auf. Die Stadt sucht bereits einen Nachfolger.
Bautzens Wirtschaftsförderer Alexander Scharfenberg gibt sein Amt im Rathaus auf. Die Stadt sucht bereits einen Nachfolger. © Stadtverwaltung Bautzen

Bautzen. Der Wirtschaftsförderer der Stadt Bautzen, Alexander Scharfenberg, verlässt Ende September die Stadtverwaltung. Das bestätigt der kommissarische Pressesprecher der Stadtverwaltung, Markus Gießler, auf Anfrage von Sächsische.de. Scharfenberg selbst gab bislang kein Statement ab, sondern verwies zunächst an die Verwaltung.

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Zu den Gründen für den Weggang macht die Stadtverwaltung keine Angaben. „Zu Personalangelegenheiten äußern wir uns nicht“, sagt Markus Gießler. Man habe sich aber geeinigt und gehe nicht im Streit auseinander. Die Stelle des Wirtschaftsförderers hat die Stadtverwaltung bereits am Freitag neu ausgeschrieben.

Alexander Scharfenberg hatte sein Amt im Juni 2012 angetreten, nachdem die Stelle acht Monate unbesetzt war.

Die Wirtschaftsförderung ist ein Teil des Amtes 13, also vom Büro des Oberbürgermeisters, das dieser erst im Sommer vergangenen Jahres gegründet hatte. Das Amt wird geleitet von Markus Gießler, dem ehemaligen Referenten von OB Alexander Ahrens (SPD). Derzeit gibt es in dem Amt einen Personalengpass. So wird nicht nur für den Wirtschaftsförderer ein Ersatz gesucht.

Auch die Pressesprecher-Stelle ist noch vakant

Aufregung hatte es vergangenes Jahr auch um den Posten des Stadtsprechers gegeben. Oberbürgermeister Alexander Ahrens hatte seinen langjährigen Pressesprecher André Wucht recht plötzlich abberufen. Er hatte das unter anderem mit mangelndem Vertrauen begründet.

Damit verlor die Stadt zu Beginn der Corona-Pandemie – und somit in einer prekären Zeit für Wirtschaft und Tourismus in der Stadt – ihren Pressesprecher. An der Abberufung hatte es viel Kritik aus dem Stadtrat gegeben. Doch damit nicht genug: Etwa zur selben Zeit war plötzlich auch der Posten der Citymanagerin vakant, weil die Stadt die Unterstützung für das Projekt kürzte.

Zwar hatte der Oberbürgermeister damals angekündigt, die Stelle des Pressesprechers zeitnah ausschreiben zu wollen. Das ist allerdings bis heute nicht passiert. Auch ein neues Citymanagement gibt es noch nicht.

Markus Gießler: "Priorität hat der Strukturwandel"

Nach der Stellenausschreibung für einen Pressesprecher gefragt, erklärt Markus Gießler: „Wir können die Stelle erst ausschreiben, wenn der Haushaltsplan ausgelegt worden ist.“ Danach solle das nun aber tatsächlich passieren.

Gießler ist überzeugt: „Das Amt 13 leistet unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen dennoch viel für die Stadt und die Region.“ Wegen der Unterbesetzung müsse sich das Amt zwar auf die dringendsten und größten Themen konzentrieren. Priorität habe dabei der Strukturwandel.

Damit spielt er auf die Kritik des fraktionslosen CDU-Stadtrates Dirk Lübke an, die Stadt setze sich nicht ausreichend für ein Forschungszentrum in Bautzen ein. Dafür könnte es im Rahmen des Strukturwandelprozess reichlich Fördermittel geben. Städte wie Hoyerswerda und Görlitz haben sich als Standort für solch ein Zentrum in Stellung gebracht.

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