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Bautzen

Post-Angestellte setzen Warnstreiks fort

In Bautzen legten am Freitag Mitarbeiter der Deutschen Post AG erneut ihre Arbeit wegen eines Warnstreiks nieder. Sie fordern mehr Geld.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Post haben sich am Freitag zu einem mehrstündigen Warnstreik auf dem Theaterplatz in Bautzen versammelt.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Post haben sich am Freitag zu einem mehrstündigen Warnstreik auf dem Theaterplatz in Bautzen versammelt. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Rund 150 Angestellte der Deutschen Post aus Bautzen und Cottbus haben am Freitag auf dem Bautzener Theaterplatz gestreikt.  "Wir wollen unserer legitimen Forderung nach einem deutlichen Plus bei den Einkommen noch einmal Nachdruck verleihen", teilte Verdi-Gewerkschaftssekretär Normen Schulze bereits im Vorfeld mit. "Den Lobesliedern und Beifallsbekundungen für die Leistungs- und Einsatzbereitschaft der Postlerinnen und Postler in der Corona-Krise müssen nun ordentliche Lohnprozente folgen."

In den vergangenen Tagen hatte die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Deutschen Post in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt Tagen zu weiteren Warnstreiks aufgerufen. Bereits vor einer Woche legten in Sachsen und Sachsen-Anhalt insgesamt 800 Menschen die Arbeit nieder.

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Mit den Warnstreiks will Verdi Druck in den derzeit laufenden Tarifverhandlungen machen. Die Gewerkschaft hatte bislang den Eindruck gewonnen, dass die Post nur Einkommensverbesserungen um 1,5 Prozent anbieten wolle. Verdi fordert allerdings eine Erhöhung von 5,5 Prozent. 

"Die Deutsche Post AG ist ganz klare Krisengewinnerin", erklärte Normen Schulze. Deshalb sei es völlig unverständlich, dass in den vorangegangen zwei Verhandlungsrunden kein konstruktives Verhandlungsangebot unterbreitet wurde. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 21. und 22. September angesetzt. (dpa mit SZ)

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