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Bautzener Landrat reist in die Ukraine

An diesem Wochenende besucht Michael Harig in der Stadt Ternopil unter anderem ein Gymnasium, das Arbeitsamt und Firmen – mit einem konkreten Ziel.

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Der Bautzener Landrat Michael Harig besucht an diesem Wochenende die Stadt Ternopil in der Ukraine.
Der Bautzener Landrat Michael Harig besucht an diesem Wochenende die Stadt Ternopil in der Ukraine. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Der Bautzener Landrat Michael Harig (CDU) besucht an diesem Wochenende die Stadt Ternopil in der Ukraine, informiert Landkreissprecherin Frances Lein. Bereits im Januar 2020 war der Bürgermeister von Ternopil zu Besuch im Landkreis Bautzen.

„Die Ukrainer sind damals im Rahmen ihrer Beziehungen zu unserem polnischen Partnerlandkreis Boleslawiec (Bunzlau) auf uns zugekommen. Dies ist nun der Gegenbesuch von unserer Seite. Unser Ziel ist es, Wirtschaftskontakte zu knüpfen, einen Austausch im Bereich der Schulen – insbesondere der Berufsschulen – zu organisieren und Möglichkeiten der Fachkräftegewinnung zu besprechen“, sagte Michael Harig kurz vor seiner Abreise. Es wird eine Zusammenarbeit zum gegenseitigen Vorteil angestrebt.

Kontakte zum Mittelstand herstellen

Auf dem umfangreichen Programm stehen unter anderem ein Besuch des Klassischen Gymnasiums in Ternopil, in dem Deutsch gelernt wird, ein Treffen mit dem Honorarkonsul von Deutschland, eine Sitzung im Stadtrat sowie ein Treffen mit einer Vertreterin der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Dabei sollen unter anderem die Bedingungen besprochen werden, die bei einer künftigen Zusammenarbeit außenwirtschaftlich und zollrechtlich zu beachten sind.

Darüber hinaus besucht der Bautzener Landrat das städtische Arbeitsamt, um so den Zustand des Arbeitsmarktes und die damit in Verbindung stehenden Möglichkeiten in der Stadt Ternopil kennenzulernen. Zudem stehen Stippvisiten bei örtlichen Firmen auf dem Programm. Ziel dabei sei es, Kontakte zum Mittelstand herzustellen, heißt es aus dem Landratsamt.

Ternopil liegt im Westen der Ukraine zwischen Kiew und der polnischen Grenze. Die Stadt hat rund 220.000 Einwohner und ist ein wichtiger Transportknotenpunkt vor allem für den Bahnverkehr. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war sie laut Wikipedia Heimat sehr vieler jüdischer, polnischer und deutscher Bewohner. Die Entfernung zwischen Bautzen und Ternopil beträgt knapp 1.000 Kilometer. (SZ)