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Deutlich mehr Tote in Bautzen

Bautzens Oberbürgermeister hat die Todeszahlen für November und Dezember veröffentlicht - und wendet sich mit einer Botschaft an die Einwohner.

In Bautzen und Doberschau-Gaußig gibt es in diesem Winter bereits über 50 Prozent mehr Todesfälle als üblich.
In Bautzen und Doberschau-Gaußig gibt es in diesem Winter bereits über 50 Prozent mehr Todesfälle als üblich. © Symbolfoto: dpa/Robert Michael

Bautzen. Der Bautzener Oberbürgermeister Alexander Ahrens hat die Todesfall-Zahlen für die Stadt Bautzen und die Gemeinde Doberschau-Gaußig - für die das Bautzener Meldeamt zuständig ist - veröffentlicht. Laut dem Auszug aus dem Einwohnermelderegister sind in diesem Winter deutlich mehr Menschen gestorben als in den vorherigen vier Jahren.

Während in den Jahren 2016 bis 2019 im Zeitraum vom 1. November bis zum 23. Dezember jeweils zwischen 91 und 100 Menschen in Bautzen und Doberschau-Gaußig gestorben sind, waren es in diesem Jahr bereits 152. Das sind über 50 Prozent mehr als in den Vorjahren.

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Auch auf das gesamte Jahr gerechnet sind die Todeszahlen gestiegen. In den Jahren 2016 bis 2019 sind insgesamt zwischen 595 und 619 Menschen in Bautzen und Doberschau-Gaußig gestorben. 2020 sind bereits 708 Todesfälle verzeichnet worden.

Alexander Ahrens bezieht das auf die Corona-Pandemie und eine damit verbundene Übersterblichkeit. „Es ist deutlich zu sehen, dass zwischen dem 1. November und dem 23. Dezember 2020 - bis dahin liegen uns derzeit Daten vor - mehr Menschen gestorben sind, als in den vergangenen vier Jahren im gleichen Zeitraum“, schreibt Alexander Ahrens. Dann warnt er: „Nehmen Sie das Virus ernst! Bleiben Sie gesund.“

Die Zahlen von Bautzen und Doberschau-Gaußig werden zusammengezählt, weil die Stadt und die Gemeinde ein gemeinsames Melderegister führen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte Reiner Rogowski vom Bautzener Krankenhaus bekanntgegeben, dass im Klinikum die Kühlmöglichkeiten für Verstorbene erweitert werden müssen. Er begründete das zum einen damit, dass die Ämter und Bestatter zwischen den Jahren nicht so zur Verfügung stehen wie üblich. Zum anderen sei das notwendig, weil es durch die Corona-Pandemie mehr Sterbefälle als üblich gibt.

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