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Dieseltank aus Steinbruch geholt

Mehr als 70 Feuerwehrleute mussten am Sonnabend nach Doberschau-Gaußig ausrücken. Grund war eine massive Umweltverschmutzung.

Dieser Dieseltank eines Autos wurde aus dem Steinbruch in Zockau gefischt.
Dieser Dieseltank eines Autos wurde aus dem Steinbruch in Zockau gefischt. © Rocci Klein

Doberschau-Gaußig. Zu einem Großeinsatz wurden Feuerwehr und Polizei am Sonnabendmittag in den Doberschau-Gaußiger Ortsteil Zockau gerufen wurden. Ein Angler hatte gegen 11.30 Uhr in einem Steinbruch einen schwimmenden Gegenstand entdeckt und starken Dieselgeruch bemerkt. Angler und Polizeibeamte zogen den Gegenstand aus dem Wasser. "Es handelte sich um den Tank eines Autos, der noch teilweise gefüllt war", so ein Sprecher der Polizeidirektion in Görlitz. Eine große Menge des Diesels war bereits in den Steinbruch gelaufen.

Die Feuerwehr entschied sich dafür, eine große Ölsperre in den Steinbruch zu legen. Dazu wurden Kameraden aus Demitz-Thumitz und Kirschau-Rodewitz hinzugerufen, die mit zwei Schlauchbooten die Sperre über das Gewässer zogen, bis etwa 90 Prozent des Diesels in einer Ecke gesammelt war. Diese Stelle wurde dann mit Spezialbindemittel eingestreut, um in den kommenden Tagen den gebundenen Diesel aus dem Wasser zu entsorgen. Für den weiteren ausgelaufenen Diesel, der in einigen Ecken festhing, befestigten die Feuerwehrleute Saugschwämme am Ufer. Auch sie werden in einigen Tagen aus dem Wasser gezogen. Nach rund dreieinhalb Stunden war der Einsatz beendet.

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Die Kameraden nutzten auch Schlauchboote für den Einsatz im Steinbruch in Zockau. Sie verteilten Spezialbindemittel auf das ausgelaufene Öl.
Die Kameraden nutzten auch Schlauchboote für den Einsatz im Steinbruch in Zockau. Sie verteilten Spezialbindemittel auf das ausgelaufene Öl. © Rocci Klein

Mehr als 70 Kameraden des Gefahrgutzuges Süd des Landkreises Bautzen, der Berufsfeuerwehr Bautzen, der Wehren aus Wilthen, Cunewalde, Medingen und Wachau waren bei dem Einsatz in Zockau mit dabei. Die Polizei hat den Tank zu weiteren Ermittlungen in ein Revier gebracht. Auch Wasserproben wurden genommen. Nach ersten Einschätzungen der Polizei konnten bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine negativen Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt festgestellt werden. Die Kriminalpolizei übernimmt die weiteren Ermittlungen und sucht nach dem Verursacher der Umweltverschmutzung. (SZ)

Deutlich war der ausgelaufene Diesel auf der Wasseroberfläche des Steinbruches in Zockau zu sehen.
Deutlich war der ausgelaufene Diesel auf der Wasseroberfläche des Steinbruches in Zockau zu sehen. © Rocci Klein

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