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Bautzen: So viel Regen gab es dieses Jahr schon

Dass dieser Sommer feuchter ist als die letzten, merkt gerade jeder. Messungen bestätigen das. Und fürs Wochenende gibt es bereits neue Warnungen.

Die nächsten Tage bleibt es in Bautzen regnerisch. Generell war das Jahr 2021 hier bisher feuchter als üblich.
Die nächsten Tage bleibt es in Bautzen regnerisch. Generell war das Jahr 2021 hier bisher feuchter als üblich. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. In Bautzen hat es in diesem Jahr bereits mehr geregnet als üblich. Das bestätigt Frank Kreienkamp vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Wie viel Regen fällt, messen die Klima- und Wetterexperten in der Gemeinde Kubschütz, östlich der Stadt Bautzen. Wie Frank Kreienkamp mitteilt, wurden dort bereits 488 Liter Wasser pro Quadratmeter registriert.

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Zum Vergleich: Der Jahresmittelwert der letzten 30 Jahre, der an dieser Station ermittelt worden ist, liegt bei 651 Litern pro Quadratmeter. Schon jetzt ist in diesem Jahr in Kubschütz mehr Wasser vom Himmel gekommen als im gesamten Jahr 2018. Damals fielen 403 Liter pro Quadratmeter. 2019 waren es 543 Liter und im vorigen Jahr 658 Liter. Das Jahr 2017 war etwas feuchter: Damals fielen 778 Liter Regen pro Quadratmeter.

Die nächsten Tage bleiben regnerisch

„Das Jahr ist feuchter als üblich, aber auch nicht extrem auffällig“, ordnet Frank Kreienkamp ein. Während sich in den Vorjahren zeitweise Hochdruckgebiete recht stabil an einem Ort hielten, ziehen in diesem Jahr mehrere Tiefdruckgebiete über Deutschland hinweg. Das komme immer wieder mal vor. So sei es beispielsweise 2010 besonders regnerisch gewesen; damals fielen 1.013 Liter Regen pro Quadratmeter.

„Es sind etwa zwei Drittel des Jahres um; wir liegen bei etwa der Hälfte des Maximalwertes“, sagt Kreienkamp. Auch in anderen Regionen Sachsens sei – vor allem in den Sommermonaten - etwas mehr Niederschlag gemessen worden als in den vergangenen Jahren.

Und, lässt sich schon sagen, wie es jetzt mit dem restlichen Sommer weitergeht? Langfristige Prognosen sind schwierig, sagt der Wetterexperte. Sicher sei aber bereits: In den nächsten Tagen bleibe es kühl und feucht.

Das sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) hat sich deshalb am Freitag an die Öffentlichkeit gewandt. So werde das Tiefdruckgebiet „Nick“ in den kommenden Tagen viel Regen nach Sachsen bringen. Damit steigt die Hochwassergefährdung in sächsischen Flussgebieten an, warnt das LfULG. Teilweise seien abermals Sturzfluten möglich.

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„Wo wie viel Regen niedergeht, lässt sich lokal nicht genau vorhersagen“, teilt das LfULG mit. Präzise Hochwasserwarnungen seien oft erst kurzfristig möglich. Für das Gebiet der Spree gilt am Freitag eine geringe bis mäßige Gefährdung.

Hier geht es zum Hochwasserfrühwarnsystem.

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