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Hoyerswerda

Drehorgel, Platanen und Rose

Vorentscheidung im Hoyerswerdaer Bürgerhaushalt 2021 ist gefallen. Auch die Ortsteile haben ihre Favoriten gewählt.

In der Qualifikationsrunde hatte die Rose am Rosarium WK VI (Bautzener Allee) mit 14 Vorschlägen die Blütenblattspitze vorn. Im Finale war’s Platz 3 (8 % der Stimmen) – das sollte reichen, um per Bürgerhaushalt saniert zu werden.
In der Qualifikationsrunde hatte die Rose am Rosarium WK VI (Bautzener Allee) mit 14 Vorschlägen die Blütenblattspitze vorn. Im Finale war’s Platz 3 (8 % der Stimmen) – das sollte reichen, um per Bürgerhaushalt saniert zu werden. © Archivfoto: Uwe Jordan

Hoyerswerda. Zum dritten Mal hatten Hoyerswerdaer Bürger in Kernstadt und den Ortsteilen die Möglichkeit, abzustimmen, welche „Extras“ aus einem städtischen 70.000-Euro-Fonds, dem Bürgerhaushalt, Gestalt annehmen sollten. 20.000 Euro (also jeweils 4.000 Euro) sind für die fünf Ortsteile vorgesehen; die restlich 50.000 für Wünsche in der Kernstadt, wobei ein Einzel-Objekt maximal 15.000 kosten darf. Heißt nach Adam Riese, dass wenigstens drei Vorhaben sicher sind und mindestens 5.000 Euro Rest für weitere Plätze verbleiben.

Ursprünglich eingereicht worden waren 160 Bürger-Vorschläge, von denen es 74 gar nicht auf die von einer Steuergruppe zu beratende Vor-Liste geschafft hatten. Die ließ letztlich 37 Vorschläge zu: Mehrfach-Vorschläge, dasselbe Objekt betreffend, wurden zusammengefasst. Aus schieden Dinge, die im regulären Stadt-Haushalt abgearbeitet werden müssen/können (Straßensanierungen) und Pläne, die die 4.000-Euro- (Ortsteile) oder die 15.000-er Grenze (Kernstadt) deutlich überschritten oder deren Folgekosten das befürchten ließen.

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Vom 17. Mai bis zum 7. Juni 2021 hatten die Bürgerinnen und Bürger Hoyerswerdas dann die Möglichkeit, aktiv mitzuentscheiden, welche Projekte über den Bürgerhaushalt 2021 umgesetzt werden sollen.

„Die Auszählung der Stimmen ist soweit beendet, die Prüfung auf Zulässigkeit der Stimmenabgabe läuft noch“, heißt es aus dem Büro des Oberbürgermeisters. Daher hier das vorläufige Ergebnis.

Die drei Erstplatzierten der Kernstadt

Die meisten Stimmen entfielen auf diese drei Vorschläge:
– „Werner Gertlers Drehorgel soll erklingen“:
Durchführung einer professionellen Wartung des musealen Instrumentes in einer Orgelbauwerkstatt, damit die Drehorgel wieder im Sinne Gertlers spielen kann (331 Stimmen, entspricht 19,6 % der abgegebenen Stimmen in der Kernstadt)
– Pflanzung von Bäumen (fünf Platanen) als Schattenspender auf dem Spielplatz im Stadtzentrum (157 Stimmen, 9,3 %)
– „Schwarze Rose“: Restaurierung der unter anderem durch Witterungseinflüsse geschädigten Rose des Rosariums im WK VI (135 Stimmen, 8 %)

„Gewinnervorschläge“ der Ortsteile

– Bröthen/ Michalken: Errichtung eines Carports in der Nähe des Jugendclubs/ Naherholung Bröthen zum Unterstellen und Zeigen alter Landmaschinen und Gerätschaften (101 Stimmen, entspricht 58,4 % der abgegebenen Stimmen im Ortsteil)
– Dörgenhausen: „Fortführung der Restaurierung der drei historischen Granitsäulen beziehungsweise der Wegweiser“ (321 Stimmen, 45,3 %)
– Knappenrode: Fertigstellen des Projektes „Installation einer Teilküche im Bürgerhaus Knappenrode“ mit Einrichtung, Geräten und Geschirr zur Nutzung (36 Stimmen, Einzelvorschlag -also 100 %-)
– Schwarzkollm: Anschaffen einer fest installierten Geschwindigkeitsanzeige, betrieben durch Solar auf der Dorfstraße (105 Stimmen, 67,3 %)
– Zeißig: Aufstellen von Holzbänken mit geschnitzten Figuren sorbischer Sagen und Legenden – am Spielplatzneubau und im Areal Dorfaue (66 Stimmen, 32,8 %)

Abgestimmt haben circa 1.021 Bürgerinnen und Bürger. Das „Wahl-Alter“ war von 18 auf 16 Jahre herabgesetzt worden.

Die Steuergruppe Bürgerhaushalt stellt am 30. Juni (16.30 Uhr, Sitzungssaal Neues Rathaus / S.-G.-Frentzel-Straße 1) anhand der Voten Rankinglisten zusammen – eine für die Kernstadt und eine für jeden Ortsteil. Die Reihenfolge auf der Liste ergibt sich aus der Anzahl der erhaltenen Stimmen. Gewählt sind die Vorschläge mit den meisten Stimmen in absteigender Reihenfolge, welche sich in das jeweilige Budget vollständig einordnen lassen. Über diese Listen beschließt am 20. Juli abschließend der Stadtrat. Dann können die Vorschläge umgesetzt werden. (red/CS/mit JJ)

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