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Feuer im Asylheim ist Fall fürs Gericht

Im Sommer 2020 brannte es in der Unterkunft in Kamenz. Die Staatsanwaltschaft wirft einem Bewohner Brandstiftung vor.

Mit einer Drehleiter hat sich die Feuerwehr im Juli 2020 Zugang zum betroffenen Zimmer verschafft, um den Brand im Asylheim in Kamenz zu löschen. Jetzt steht ein Mann wegen Brandstiftung vor Gericht.
Mit einer Drehleiter hat sich die Feuerwehr im Juli 2020 Zugang zum betroffenen Zimmer verschafft, um den Brand im Asylheim in Kamenz zu löschen. Jetzt steht ein Mann wegen Brandstiftung vor Gericht. © Rocci Klein

Bautzen/Kamenz. Rund 300 Bewohner mussten evakuiert werden, etwa 50 Feuerwehrleute waren im Einsatz: Als es im Sommer 2020 im Asylheim in Kamenz brannte, war das keine kleine Sache. Verletzt wurde zwar niemand, aber das Gebäude war stark verraucht. Ein Bereich musste eine Zeit lang gesperrt werden, einige Bewohner mussten vorübergehend umziehen.

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Am Dienstag um 9 Uhr muss sich nun ein Mann in Bautzen vor Gericht wegen des Feuers verantworten. Dem 26-jährigen Iraker wird schwere Brandstiftung vorgeworfen. Er soll, so sieht es die Staatsanwaltschaft, am 28. Juli 2020 ein Sofa in einem Zimmer in der Asylunterkunft in Brand gesetzt haben. Danach soll der Mann das Zimmer abgeschlossen haben, sodass es ausbrannte.

Hoher Sachschaden entstanden

Wie das Gericht mitteilt, soll der Mann am Vormittag der Tat gegenüber der Heimleitung angekündigt haben, „dass heute etwas Schlimmes passiert“. Auch ein Motiv soll er gehabt haben. So soll er den Wunsch geäußert haben, in eine Einrichtung zu wechseln. Dabei habe es Schwierigkeiten gegeben.

Nicht nur, dass die Unterkunft wegen der Rauchentwicklung komplett geräumt werden musste – auch ein hoher Schaden entstand durch das Feuer. Das Gericht nennt eine Summe von 20.000 Euro.

Weil das Gebäude zum Aufenthalt von vielen Menschen bestimmt ist, wiegt der Tatvorwurf besonders schwer. Allerdings geht die Staatsanwaltschaft bei dem Mann von einer verminderten Schuldfähigkeit aus. Er soll unter einer psychotischen Störung leiden.

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