merken
PLUS Bautzen

Feuerwehr-Großeinsatz bei Bautz’ner

Übelriechende Dämpfe haben am Dienstag für Alarm in der Firma gesorgt. Vor Ort machten die Einsatzkräfte eine kuriose Entdeckung.

Einen Feuerwehreinsatz gab es am Dienstagmorgen auf einem Firmengelände in Kleinwelka. Dabei legten einige Einsatzkräfte besondere Schutzkleidung an.
Einen Feuerwehreinsatz gab es am Dienstagmorgen auf einem Firmengelände in Kleinwelka. Dabei legten einige Einsatzkräfte besondere Schutzkleidung an. © Lausitznews/Toni Lehder

Bautzen. Zu einem Großeinsatz sind Feuerwehrleute am Dienstag nach Kleinwelka ausgerückt. Eine Brandmeldeanlage auf dem Gelände der Firma "Bautz’ner Senf & Feinkost" hatte am frühen Morgen Alarm geschlagen. Insgesamt 57 Einsatzkräfte von sieben Feuerwehren aus der Region kamen zum Einsatzort.

Ein Fotoreporter berichtet, dass die Kameraden Schutzkleidung anlegten und einen Dekontaminationsplatz einrichteten; also einen Platz, auf dem Einsatzkräfte oder Gegenstände von gefährlichen Stoffen befreit werden könnten. „Vor Ort haben wir im Bereich der Abwasseraufbereitung eine große Dampfentwicklung entdeckt – und ein übler Geruch hatte sich ausgebreitet“, erklärt Paul Stübner, der bei der Bautzener Berufsfeuerwehr für die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich ist. Gestartet habe die Feuerwehr deshalb mit einem Gefahrguteinsatz. Denn in der Nähe seien auch Chemikalien gelagert worden. „Es war zunächst unklar, ob es sich vielleicht um eine gefährliche Lage handelt“, sagt Paul Stübner.

Anzeige
Wirtschaftsnewsletter im neuen Gewand
Wirtschaftsnewsletter im neuen Gewand

Ab sofort erscheint unser Newsletter "Wirtschaft in Sachsen" mit noch mehr Inhalten sowie einem übersichtlicheren und frischeren Aussehen.

Entwarnung nach vier Stunden

Nach etwa vier Stunden konnten die Einsatzkräfte aber Entwarnung geben – und eine kuriose Entdeckung kundtun. Die eingetroffenen Polizisten konnte die Feuerwehr unverrichteter Dinge wieder wegschicken. Statt um giftigen Dampf von Gefahrgut-Stoffen handelte es sich um Dampf, der von Abwasser stammte. Wie Paul Stübner berichtet, konnte dieser austreten, weil eine Abwasserleitung geplatzt war.

Ein Dekontaminationsplatz wurde eingerichtet.
Ein Dekontaminationsplatz wurde eingerichtet. © Lausitznews/Toni Lehder
Insgesamt sieben Feuerwehren waren vor Ort.
Insgesamt sieben Feuerwehren waren vor Ort. © Lausitznews/Toni Lehder
Kurz darauf stellte sich heraus: Eine Gefahrenlage besteht nicht.
Kurz darauf stellte sich heraus: Eine Gefahrenlage besteht nicht. © Lausitznews/Toni Lehder
57 Einsatzkräfte kamen zum Werk von Bautz'ner.
57 Einsatzkräfte kamen zum Werk von Bautz'ner. © Lausitznews/Toni Lehder

Es ist nicht der erste Gefahrguteinsatz in Bautzen in diesem Jahr, der für Aufsehen sorgte. Erst im September mussten Spezialkräfte zu einem Einsatz in der Bautzener Innenstadt ausrücken. In der Wohnung eines 48-Jährigen in der Wendischen Straße hatten Polizisten massenweise Behältnisse mit übel riechenden Flüssigkeiten vorgefunden. Die Polizisten waren vor Ort, weil die Wohnung zwangsgeräumt werden sollte – und sie diese Räumung begleiten sollten.

Bei den rund 350 Liter Flüssigkeiten, die kurz darauf von einer Spezialfirma abtransportiert worden sind, handelte es sich allerdings nicht bloß - wie jetzt in Kleinwelka - um Abwasser. Was für Stoffe sich genau darin verbargen, hat die Firma nicht analysiert – weil es für die Entsorgung nicht entscheidend war. Aber es sei sicher, dass „Gefahrpotenzial vorhanden“ sei, hatte damals ein Mitarbeiter gesagt. Eine Explosionsgefahr der Stoffe hatten die Experten aber ausgeschlossen. Auch eine Beeinträchtigung der Atemluft hatte es nicht gegeben.

Mit dem kostenlosen Newsletter „Bautzen kompakt“ starten Sie immer gut informiert in den Tag. Hier können Sie sich anmelden.

Zum kostenlosen Newsletter „Kamenz kompakt“ geht es hier.

Mehr Nachrichten aus Bautzen lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Bischofswerda lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Kamenz lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Bautzen