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Frau in Bautzen verprügelt: Mann muss in Haft

Ein Mann aus Tunesien hat seine Partnerin so sehr geschlagen, dass sie in Lebensgefahr schwebte. Das Bautzener Amtsgericht hat ein Urteil gefällt.

Zu mehr als zwei Jahren Haft hat das Bautzener Amtsgericht jetzt einen Mann verurteilt, der eine Frau mit Schlägen lebensgefährlich verletzt hatte.
Zu mehr als zwei Jahren Haft hat das Bautzener Amtsgericht jetzt einen Mann verurteilt, der eine Frau mit Schlägen lebensgefährlich verletzt hatte. © Symbolfoto: dpa/Patrick Seeger

Bautzen. Ein 24-jähriger Tunesier musste sich am Dienstag in Bautzen vor dem Amtsgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, seiner Lebensgefährtin gefährliche Verletzungen zugefügt zu haben. Laut einem Gutachter soll die Frau sogar in Lebensgefahr geschwebt haben.

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Die Tat soll sich im August 2019 ereignet haben. Der Mann, der in Hoyerswerda lebt, soll seine Freundin in ihrer Wohnung in Bautzen getroffen haben. Dort soll ein Streit um das gemeinsame, vier Wochen alte Kind entbrannt sein. Wie das Gericht mitteilt, soll der Mann gefordert haben, dass das Kind einen arabischen Nachnamen erhält. Das sei aber aus rechtlichen Gründen nicht möglich gewesen, weil der Mann keinen entsprechenden Pass besaß.

Gericht wertet Schweigen der Frau als Angstreaktion

Daraufhin soll er die Frau verprügelt haben. Der Frau soll dabei ein Zahn abgebrochen sein. Sie soll am ganzen Körper mit Hämatomen übersät gewesen sein. An ihrem Kehlkopf habe sie so starke Einblutungen erlitten, dass sie in Lebensgefahr schwebte.

Wie Richter Dirk Hertle mitteilt, gestand der Mann die Taten. Die Frau hingegen habe sich nicht groß äußern wollen. Der Verteidiger des Mannes habe das damit erklärt, dass zwischen den beiden mittlerweile alles wieder gut sei.

Das Gericht wertete die Schweigsamkeit der Frau als Angstreaktion – und befand den Mann für schuldig. Er muss für zwei Jahre und neun Monate in Haft. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (SZ)

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