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Kita wegen Gestank einen Tag geschlossen

Bei laufendem Betrieb wird die Großpostwitzer Hummelburg erweitert. Jetzt gab es dabei einen Zwischenfall - mit weitreichenden Folgen.

Von außen ist der Anbau an die Kindertagesstätte Hummelburg in Großpostwitz fast fertig. Wegen der Arbeiten war die Kita jetzt einen Tag nicht nutzbar - ungeplant.
Von außen ist der Anbau an die Kindertagesstätte Hummelburg in Großpostwitz fast fertig. Wegen der Arbeiten war die Kita jetzt einen Tag nicht nutzbar - ungeplant. © SZ/Uwe Soeder

Großpostwitz. Am Freitag machte unter Großpostwitzer Eltern, deren Kinder die Kindertagesstätte Hummelburg besuchen, ein Schreiben der Arbeiterwohlfahrt (Awo) die Runde: "Mit Erschrecken haben Sie, die Erzieher und die Kinder heute früh die extreme Geruchsbelastung in der Einrichtung feststellen müssen", heißt es darin.

Der Hintergrund: Weil das Gebäude während des laufenden Betriebs erweitert wird, muss jeder Schritt durchdacht sein. Für den vergangenen Sonnabend sei das Verlegen von Schweißbahnen zum Abdichten des Untergeschosses geplant gewesen, erzählt Holm Natschke, stellvertretender Geschäftsführer der Awo Bautzen. Um den Beton darunter zu versiegeln, wurde am Donnerstagabend ein Voranstrich aufgebracht. Der dünstete aus - und machte den Kita-Betrieb am Freitag unmöglich. Die Kinder wurden - so gut es ging - draußen betreut. Eltern, die es irgendwie einrichten konnten, nahmen ihren Nachwuchs wieder mit nach Hause oder holten ihn eher ab.

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Anbau soll im Sommer 2021 fertig sein

Holm Natschke ist verärgert: "Niemand hatte Kenntnis davon, dass eine Vorbehandlung notwendig ist." Immerhin: Die Dämpfe des lösungsmittelfreien Bitumen-Anstrichs sind nicht gesundheitsgefährdend, die Betreuung in der Kita konnte am Montag normal weitergehen.

Es war nicht die einzige Schwierigkeit, die Träger und Bauleitung bisher schon bei der 1,3 Millionen Euro teuren Maßnahme meistern mussten: Zwischenzeitlich lag der Bauverzug bei acht Wochen. Inzwischen habe man Zeit aufgeholt: "Wir sind zuversichtlich, dass wir die Arbeiten am Anbau wie geplant während der Sommerferien 2021 abschließen können", so Natschke. Auch bei den Kosten habe es "zwischendurch eine Achterbahnfahrt gegeben", weil unvorhergesehene Arbeiten notwendig wurden. Dank guter Planung bliebe aber alles das im Rahmen, äußert Natschke zuversichtlich.

Rohbau, Fassade und Dach sollen noch in diesem Jahr fertiggestellt werden. Im kommenden Jahr starten die Arbeiten im Inneren des neuen Anbaus.

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