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Bautzen

Adventskalender in Bautzens Hexenhaus

Jeden Sonntag wird ein neues Fenster im ältesten Haus der Stadt geöffnet. Das verbirgt sich dahinter.

Gerlind Alius, die neue Mieterin des Hexenhäusels, hat einen Adventskalender in den Fenstern von Bautzens ältestem Haus gestaltet.
Gerlind Alius, die neue Mieterin des Hexenhäusels, hat einen Adventskalender in den Fenstern von Bautzens ältestem Haus gestaltet. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. In der Adventszeit öffnet im Bautzener Hexenhaus jeden Sonntag ein neues Fenster. Gerlind Alius, die neue Mieterin von Bautzens ältestem Haus, hat den besonderen Adventskalender eingerichtet. Drei Fenster sind bereits geöffnet – ein viertes lüftet am kommenden Sonntag sein Geheimnis.

„Einer der ehemaligen Bewohner des Hexenhauses hat geschnitzt“, erzählt Gerlind Alius. Im Winter habe der Mann seine geschnitzten Nussknacker und Räuchermännel in den Fenstern aufgestellt – und damit Spaziergänger erfreut. „Diese nette Idee der ehemaligen Bewohner wollte ich aufgreifen“, sagt Alius, „ohne ein Abklatsch zu sein.“ Ihr Ziel: Die Wartezeit auf Weihnachten zu verkürzen – und auch die Zeit, bis sie das Hexenhaus als Museum öffnen wird. Denn Gerlind Alius und ihr Lebensgefährte wollen das einstige Fischerhäuschen nahe der Spree in einen möglichst ursprünglichen Zustand versetzen und dann für Besucher zugänglich machen.

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Jeden Sonntag ein neues Märchen

Und was verbirgt sich nun also in den Fenstern? Es sind Märchen. Immer nachmittags werden sie beleuchtet. Sie geben bereits einen ersten Einblick in das, was in der Zukunft im Hexenhaus zu finden sein wird. In einem der Räume soll ein Puppenmuseum eingerichtet werden, das zeigt, wie Menschen früher gelebt haben.

Die Puppen dafür sollen vom Puppenmuseum von Gudrun Schöne in das Hexenhaus ziehen. Das Museum in Lichtenberg bei Pulsnitz gibt es seit 2002. Über 1.000 Puppen besitzt Gudrun Schöne. Viele der Museumsutensilien gestaltet sie selbst – sie strickt oder häkelt beispielsweise Puppenkleidchen.

Die ersten Museumsbewohner sind bereits umgezogen – und stehen nun in den Fenstern des Hexenhauses. Gudrun Schöne selbst hat beim Dekorieren geholfen. Und so stehen in dem Fenster, das als erstes beleuchtet worden ist, von glitzerndem Kunstschnee bedeckte Spielzeug-Bäume. Warmes Licht dringt aus winzigen Fenstern eines Lebkuchenhauses nach draußen. Eine Puppenfrau steht, auf einen Krückstock gestützt, zwischen den Bäumen. Sie spricht mit zwei Puppenkindern. Erraten? Richtig: Hinter dem ersten Hexenhaus-Fensterchen verbirgt sich das Märchen „Hänsel und Gretel“.

Letztes Fenster öffnet diesen Sonntag

Als sie das zweite Fenster zeigt, muss Gerlind Alius lachen. „Stimmt, der Rock ist vielleicht ein bisschen kurz geraten“, sagt sie und zeigt auf eine Puppe, die in einem Fenster des Hexenhauses steht, das in Richtung Spree blickt. Den Rock, den Gerlind Alius meint, trägt eine Puppe mit blonden Zöpfchen. Der Stoff des Gewands der Puppe ist rot. Neben der Puppe steht ein Wolf. Ganz klar: Das ist Rotkäppchen.

Deutlich mehr Figuren brauchte Gerlind Alius für das dritte Fenster. Eine Puppe mit Haaren, so schwarz wie Ebenholz, und Lippen, so rot wie Blut, trägt eine Lampe in der Hand. Wem noch ein Hinweis fehlt, der lüftet das Rätsel spätestens jetzt: Die sieben weiteren Puppen sind deutlich kleiner als die Schöne mit der Lampe, sie tragen Zipfelmützen und Bärte. Schneewittchen und die sieben Zwerge natürlich.

Das vierte und letzte Fenster wird an diesem Sonntag gegen 16 Uhr erleuchtet.

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