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Hexenhaus: Sanierung aufwendiger als gedacht

Bei Arbeiten in Bautzens ältestem Haus wurden bisher unbekannte Schäden entdeckt. Dadurch verzögert sich nun auch der Plan, es für Besucher zu öffnen.

Die Sanierung des Bautzener Hexenhäuschens ist aufwendiger als gedacht. Einige Balken sind morsch.
Die Sanierung des Bautzener Hexenhäuschens ist aufwendiger als gedacht. Einige Balken sind morsch. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Die Sanierung des Bautzener Hexenhauses ist aufwendiger als gedacht. Das teilt die Geschäftsführerin der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft (BWB), Kirsten Schönherr, mit. Demnach sind Schäden am Wandfachwerk des wohl ältesten Bautzener Hauses, das der BWB gehört, entdeckt worden.

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Nachdem die Mieterin des Hexenhauses die inneren Wände freigelegt hat, wurde auch die Sicht auf die Holzbalken frei. Einige davon sind morsch, berichtet Kirsten Schönherr. Zwar sei das Haus Mitte der 1960er-Jahre schon einmal saniert worden; Teile des Gebäudes seien dabei aber offensichtlich nicht berücksichtigt worden.

Tragende Balken müssen vielleicht ersetzt werden

Die Wohnungsbaugesellschaft will jetzt die tragenden Teile des Hauses prüfen. „Eventuell müssen einige Balken ersetzt werden“, sagt Kirsten Schönherr. Sie schätzt, dass dies etwa ein halbes Jahr dauert. Was das Ganze kosten wird, sei noch unklar. Fest steht: In dieser Zeit muss die Mieterin des Hexenhauses ihre Arbeiten ruhen lassen.

Gerlind Alius, die auch Pächterin der Neuen Wasserkunst in Bautzen ist, hat das markante kleine Gebäude nahe der Spree seit vorigem Jahr gemietet. Sie will es gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten zu einem Museum herrichten. Mit alten Techniken wollen die beiden die Innenräume sanieren. In dem Museum soll dann gezeigt werden, wie Leute früher gewohnt haben. Neben alten Möbeln soll es auch Puppenstuben geben, die das Leben in früheren Zeiten darstellen. Und es sollen auch Bilder des Bautzener Malers Georg Heine zu sehen sein, der im Hexenhaus geboren wurde – und es gezeichnet hat.

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