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Kampf um Campingtisch: Urteil ist gefallen

Vor dem Bautzener Amtsgericht mussten sich zwei Angeklagte verantworten, weil sie versucht haben sollen, Campingmöbel zu stehlen. Einer kam glimpflich davon.

Von Theresa Hellwig
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Ein Mann und eine Frau mussten sich in dieser Woche vor dem Bautzener Amtsgericht verantworten. Sie sollen versucht haben, Campingmöbel zu stehlen.
Ein Mann und eine Frau mussten sich in dieser Woche vor dem Bautzener Amtsgericht verantworten. Sie sollen versucht haben, Campingmöbel zu stehlen. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen/Großröhrsdorf. Solch einen dreisten Diebstahl erleben sicher auch Verkäufer nicht alle Tage: Ein Mann und eine Frau sollen in Großröhrsdorf versucht haben, Campingmöbel aus einem Einkaufsmarkt zu stehlen. Als sie erwischt wurden, sollen die beiden auch noch handgreiflich geworden sein.

In dieser Woche mussten sich die beiden nun in Bautzen vor dem Amtsgericht verantworten. Der Vorwurf: gemeinschaftlicher räuberischer Diebstahl.

Konkret sollen der 41-Jährige aus Bretnig-Hauswalde und die 37-Jährige aus Großröhrsdorf die Tat im August 2018 begangen haben. Sie sollen es auf Campingmöbel und andere Campingutensilien im Wreesmann-Markt abgesehen haben. Diese sollen sie versucht haben, sowohl aus dem Marktgebäude als auch von der Freifläche vor dem Markt zu stehlen.

Verkäuferin erlitt Schnittverletzungen

Als eine Verkäuferin die beiden erwischte, sollen sie handgreiflich geworden sein – so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Mit der Verkäuferin sollen sie um einen Campingtisch gerungen haben - und die Frau dabei verletzt haben. Unter anderem soll sie blaue Flecken davongetragen haben. Außerdem erlitt sie eine Schnittverletzung am Unterschenkel. Die Angeklagten sollen die Verkäuferin zudem als „fette Sau“ bezeichnet haben.

Der 41-jährige Angeklagte kommt in dieser Sache glimpflich davon: Dieses Verfahren gegen ihn wird eingestellt, teilt das Gericht mit. Er hatte noch eine Haftstrafe in anderer Sache offen – und der Tatvorwurf, um den es in dieser Woche vor Gericht ging, fällt aus Sicht des Gerichts weniger ins Gewicht.

Beide Angeklagten hätten nicht räuberisch gehandelt, urteilte das Gericht. Es habe sich lediglich um einen einfachen Diebstahl und eine Beleidigung gehandelt.

Das Verfahren gegen die angeklagte Frau hingegen ist nicht eingestellt worden. Sie wurde zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten verurteilt, die auf Bewährung ausgesetzt ist. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.