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Kindermusikfestival lädt zum Mitmachen ein

Musiker aus ganz Deutschland wollen am Wochenende Mädchen und Jungen in der Oberlausitz zum Singen und Tanzen animieren. Das gibt es dabei zu erleben.

Nach dem ersten Oberlausitzer Kindermusikfestival 2017, bei dem dieses Foto entstand, laden Musiker aus ganz Deutschland jetzt zur zweiten Auflage ein.
Nach dem ersten Oberlausitzer Kindermusikfestival 2017, bei dem dieses Foto entstand, laden Musiker aus ganz Deutschland jetzt zur zweiten Auflage ein. © Archivfoto: Robert Michalk

Bautzen. In der Oberlausitz wird es laut am Wochenende. Kurz vor den Sommerferien bringen Liedermacher aus der Region und aus ganz Deutschland hier Stimmen, Klaviaturen, Saiten und Trommeln zum Klingen. Das zweite Oberlausitzer Kindermusikfestival lädt ein: zu Konzerten für Familien und Kinder zwischen vier und zwölf Jahren sowie Workshops für Pädagogen.

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Mehr als 30 Musiker kommen vom 15. bis 18. Juli in die Oberlausitz und bringen ein buntes Programm mit: Gespielt wird alles von Klassik über Pop, Akustik bis Rock, von Weltmusik über Sorbisch bis zur Mundart. "Dabei sollen die Konzerte keine Frontbeschallung sein", wie Paul Fischer vom Steinhaus Bautzen und Koordinator des Festivals, betont. „Es steht immer das Mitmachen im Vordergrund. Wir möchten die jungen Konzertbesucher zum Mitsingen, Mitspielen und Geschichten-Ausdenken einladen.“

Acht Spielstätten von Rammenau bis Zittau

Die Konzerte finden an insgesamt acht Spielstätten über die Oberlausitz verteilt statt. „Es ist unser Ziel, wirklich die ganze Region einzubeziehen, auch kleinere Gemeinden“, so Paul Fischer. Dabei sind neben dem Steinhaus Bautzen die Kulturfabrik Hoyerswerda, die Hillersche Villa Zittau, der Kretscham Niederoderwitz, die Energiefabrik Knappenrode, die Hafenstube TeLux in Weißwasser, das Bildungsgut Schmochtitz und das Barockschloss Rammenau.

Der regionale Bezug ist den Veranstaltern wichtig. „Wir wollen regionale Kultur fördern und lebendig machen“, sagt Beate Tarrach, künstlerische Leiterin des Festivals. So bringt etwa der Liederpoet Pitkunnings die sorbische Sprache in das Programm, während man mit Feuerzeux und „Boarbsch heeßt ohne Schuhe“ Mundart kennenlernen kann.

Über 30 Kindermusiker stehen beim Oberlausitzer Kindermusikfestival auf der Bühne. Bei der Premiere 2017 ging es bunt und fröhlich zu.
Über 30 Kindermusiker stehen beim Oberlausitzer Kindermusikfestival auf der Bühne. Bei der Premiere 2017 ging es bunt und fröhlich zu. © Archivfoto: Robert Michalk

Dabei solle es nicht nur das Festival als Leuchtturm geben, betont Beate Tarrach. In insgesamt sechs Workshops können Erzieher, Lehrer und Familien von Kindermusikern lernen, Musik und Rhythmus auf vielfältige Weise in den Alltag einzubeziehen. Bei Birte Reuvers kann man beispielsweise lernen, Lieder auf der Ukulele zu begleiten. Larissa Schories vermittelt „Musik für starke Kinder“ zur Stärkung der Persönlichkeit und des Selbstbewusstseins. Frank Fröhlich bringt Methoden zum Musizieren mit dem ganzen Körper nahe.

Dass die Nachfrage für ein solches Angebot groß ist, habe man bei der ersten Auflage des Kindermusikfestivals festgestellt, so Paul Fischer. 2017 hatte das Festival zum ersten Mal stattgefunden, im Rahmen eines Treffens des Netzwerks Kindermusik.de, deren Mitglied Beate Tarrach mit ihrem Kindermusik-Duo „Leichtfuß & Liederliesel“ ist.

Kinder stehen mit auf der Bühne

Eigentlich sollte das Festival ab 2017 alle zwei Jahre stattfinden. Doch weil organisatorische Probleme und zuletzt Corona dazwischenkamen, gibt es die zweite Auflage erst jetzt. An dem Plan, das Festival als Biennale -also aller zwei Jahre - stattfinden zu lassen, halten die Veranstalter fest. „Wir wollen die regionale Kultur nachhaltig erlebbar machen“, so Beate Tarrach.

So war ursprünglich vorgesehen, dass die Künstler die Konzerte mit den Kindern gemeinsam erarbeiten. Sie würden mehrmals in die pädagogischen Einrichtungen kommen, die Konzerte mit den Kindern zusammen vorbereiten und anschließend mit ihnen gemeinsam auf der Bühne stehen. Diese Möglichkeit haben dieses Jahr nur die Kinder der Kita Bienenhäusel in Kleinbautzen, die bereits letzte Woche mit „Leichtfuß & Liederliesel“ und dem Tänzer Patrick von Bardeleben an zwei Mitmachtagen ein Lied gemeinsam einübten.

Großer Familientag bildet den Abschluss

Und noch etwas ist geplant, um Kontinuität zu schaffen, erzählt Paul Fischer: „Es soll noch in diesem Jahr eine Liedersammlung mit 15 Liedern aus der Oberlausitz erscheinen.“ Unter dem Titel „Die Oberlaus entdeckt“ soll diese regelmäßig zum Festival herauskommen. „Denn es gibt wirklich viele Oberlausitz-Lieder“, betont Beate Tarrach. Und vielleicht, so Paul Fischer, könne man das Ganze auch irgendwann etwas größer ziehen, „sodass die Oberlaus auch mal die Niederlaus kennenlernt.“

Aber jetzt steht erst einmal das Festival in der Oberlausitz an. Den krönenden Abschluss davon bildet nach vielen bunten Konzerten am Sonntag ein großer Familiennachmittag, „gewissermaßen ein Best-of des Festivals“, wie Paul Fischer sagt. Auf dem Open-Air-Gelände der Energiefabrik Knappenrode laden über zehn Kindermusiker noch einmal zum Singen, Tanzen und Klatschen ein. Neben der Musik gibt es hier außerdem Spaß mit dem Clown „Karl, der Könner“, Eis und Instrumente zum Ausprobieren.

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Alle Konzerte finden unter freiem Himmel statt. Als Einladung für Kitas und Grundschulen gibt es am Donnerstag und Freitag jeweils ein Vormittagskonzert. Karten kann man entweder online buchen oder vor Ort an der Tageskasse erwerben, zu je 6 Euro pro Kind, 4 Euro für Kinder in Gruppen sowie alle Personen ab 14 Jahren.

Die Teilnahme an den Workshops kostet 25 Euro pro Person. Anmelden kann man sich über [email protected]

Mehr Informationen und das gesamte Programm findet man unter oberlaus.rocks

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