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Bautzen

Landkreis Bautzen: Alles Wichtige vom Tag

+++ Radfahren lernen mit 33 +++ Millionen-Schaden nach Flut in Neukirch +++ Großröhrsdorfer Firma profitiert von Corona +++ 35-mal Abitur mit 1,0 +++

© Steffen Unger

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irgendwie scheint es im Wesen des Menschen zu liegen, die Zukunft beeinflussen und den Ausgang des Tages im Vorfeld bestimmen zu wollen. Häufig gelingt das nur bedingt, aber manchmal sind es auch die ganz kleinen Weiterentwicklungen, die eine völlig neue Welt öffnen. Für manch einen etwa bedeutet es Freiheit und eigenverantwortliche Zukunftsgestaltung, ohne fremde Hilfe mit dem Fahrrad das Gleichgewicht halten zu können. Zum Beispiel für Ruba Osman. Die 33-jährige Syrerin floh vor sechs Jahren aus ihrem Heimatland, wo es ihr niemals in den Sinn gekommen wäre, Rad zu fahren. In Deutschland, wo sie inzwischen lebt, ist das anders. Mit den Kindern zum Stausee, zum Einkaufen oder auf Arbeit – für Ruba Osman bedeutet Radfahren Unabhängigkeit. Meiner Kollegin Theresa Hellwig hat sie erzählt, wie es ihr nicht nur gelang, ihren Wunsch wahrwerden zu lassen, sondern auch noch andere mit ihrer Begeisterung mitzureißen.

In 170 Neukircher Haushalten ist die Frage nach der Zukunft indes eher nicht von großen Träumen, sondern vielmehr von Erwartungen geprägt. Sie alle waren von dem Hochwasser vor anderthalb Wochen betroffen. Und noch ehe die Schäden beseitigt sind, machen sich Bedenken vor dem nächsten Starkregenereignis breit. Die Geschädigten fürchten, dass sie erneut betroffen sein könnten, wenn sich nicht die Maßnahmen zum Hochwasserschutz vor ihren Haustüren bessern. Beeinflussen können sie das nur bedingt, haben aber unserem Reporter David Berndt bei einem Rundgang durch den Ort erklärt, worauf genau sie hoffen.

Für die Zukunft bereits gerüstet ist die Firma Hebe- und Zurrtechnik in Großröhrsdorf. Für den Hersteller von Spanngurten und Bändern aller Art bedeutet das vor allem: das Vorhalten von ausreichend Lagerkapazitäten. Wie wichtig das ist, haben die Firmeninhaber, die ihre Zulieferteile fast gänzlich aus dem asiatischen Raum beziehen, vor allem während der Corona-Pandemie gemerkt – als viele Lieferwege blockiert waren und die Materialbeschaffung stellenweise ins Stocken geriet. 1,2 Millionen Euro haben die Unternehmensinhaber deshalb in eine dritte Lagerhalle investiert. Meine Kollegin Heike Garten hat sich das neue Gebäude angesehen und dort erfahren, wie die Firma sich außerdem für die Zukunft rüstet.

Vielleicht sind auch sie eines Tages für die Entscheidung über millionenschwere Investitionen verantwortlich: Die 35 Schüler und Schülerinnen aus dem Landkreis, die in diesem Jahr ihr Abitur mit einem Notendurchschnitt von 1,0 abgeschlossen haben. Damit steigt zwar gegenüber dem Vorjahr die Quote an 1,0er-Abschlüssen – eine Alltäglichkeit sind sie aber noch lange nicht. Auch deshalb können sich die erfolgreichsten Abiturienten auf persönliche Glückwünsche aus der Sächsischen Staatskanzlei und auf kleine Aufmerksamkeiten freuen – bevor sie in eine hoffentlich erfolgreiche Zukunft starten.

Außerdem lesen Sie heute bei uns, warum es beim Verkauf der Grundstücke auf dem Bautzener Lauenareal Ärger gibt, warum der Prinz von Benin nach Nebelschütz kommt und wie Kamenzer Kindergartenkinder den Hochwasseropfern im nordrheinwestfälischen Erftstadt helfen.

Genießen Sie den Abend und die Lektüre!

Ihre Franziska Springer, Sächsische.de-Reporterin

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