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Bautzen

Landkreis Bautzen: Alles Wichtige vom Tag

+++ Drei Bautzener für Berlin – was haben sie vor? +++ Schlechte Noten für Hilse +++ 115 Prozent Wahlbeteiligung: Geht das? +++ Neuer Plan für alte Baderei +++

© Steffen Unger

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Fast sechs Wochen ist das neue Schuljahr schon wieder alt – und damit möchten Kinder und Eltern ihre Herbstferien in ganz Sachsen und Umgebung genießen.

Am Wahlabend musste Caren Lay von den Linken noch zittern. Ihr Einzug in den Bundestag war da noch nicht gewiss: Ihre Partei hat die Fünf-Prozent-Hürde knapp verfehlt. Mittlerweile ist klar, dass Caren Lay auch in dieser Legislaturperiode wieder im Bundestag sitzen wird. Weil die Linken drei Direktmandate gewannen, greift eine Ausnahmeregelung. Sie ist damit eine von drei Abgeordneten aus dem Wahlkreis Bautzen I, für die es nun nach Berlin geht. Die anderen beiden sind der AfD-Mann Karsten Hilse, der das Direktmandat gewann, und SPD-Kandidatin Kathrin Michel. Nur: Was wollen die drei jetzt im Bundestag bewegen? Wie wird die Region künftig in Berlin vertreten? Mein Kollege David Berndt hat nachgehakt.

Kritisch sehen einige dabei das Auftreten des direkt gewählten Kandidaten Karsten Hilse von der AfD. So meldete sich das Demokratienetzwerk Trägerverbunt zu Wort. Das Wahlergebnis zeige, dass im Landkreis Bautzen eine recht große Zahl von Wählern kein Problem damit habe, „eine Partei zu wählen, die nachweislich und offensiv Verbindungen zu rechtsextremen Kreisen pflegt“, sagt der Verbund. Auch der Arbeit von Karsten Hilse im Bundestag in der vergangenen Legislaturperiode gibt das Netzwerk eine schlechte Note – und erklärt, dass dringende Strukturwandel-Aufgaben bisher auf der Strecke geblieben seien.

Eine Wahlbeteiligung von mehr als 100 Prozent – das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen, oder? Das haben sich zumindest auch einige Bautzener gefragt – und einen Screenshot der Wahlbeteiligung in Panschwitz-Kuckau ins Netz gestellt. 115,7 Prozent betrug die Wahlbeteiligung dort konkret, ist auf dem Screenshot zu lesen. Von 1.620 Wahlberechtigten gaben 1.875 ihre Stimmen ab. „Das gab es ja selbst beim Erich nicht“, kommentierte prompt ein Leser bei Facebook – und spielt damit auf die in der DDR übliche Wahlbeteiligung von nahezu 100 Prozent an. Aber gut, was ist also los in Panschwitz-Kuckau? Geht es dort um Betrug? Nein, natürlich nicht, berichtet mein Kollege Fabian Deicke. Das Ganze hat mit Briefwahlstimmen aus anderen Gemeinden zu tun, die bloß auch in Panschwitz-Kuckau ausgezählt worden sind, hat ihm der Landeswahlleiter erklärt.

Es dreht sich aber natürlich nicht alles nur um die Bundestagswahl gerade. Für Anne Hasselbach und Jan Eickhoff, zum Beispiel, dreht sich gerade auch ziemlich viel um ihr eigenes Projekt. Die beiden wollen die alte Baderei in Kamenz sanieren und alles schien in trockenen Tüchern. Doch plötzlich steht das Projekt auch wackligen Beinen. Eigentlich wollten die beiden ein marodes Nachbarshaus abreißen lassen und hatten dafür mit Fördermitteln kalkuliert. Nun kam aber die Nachricht, dass sie die Fördermittel nun doch nicht kriegen werden. Die beiden lassen sich davon aber nicht unterkriegen – und haben kurzerhand umgeplant, berichtet der Reporter Reiner Hanke.

Lesen sie außerdem heute bei uns, warum die Gemeinde Großpostwitz plötzlich pleite ist. Außerdem berichten wir von den Problemen des Bautzener Brückevereins, der immer mehr mit Klienten mit Drogen-Sucht zu kämpfen hat. Und Sie lesen auf unserer Seite, mit welcher neuen Masche gerade Betrüger in Großdubrau versuchen, an die Daten von Bürgern und Firmen zu gelangen.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend mit spannender Lektüre.

Ihre Theresa Hellwig, Sächsische.de-Reporterin

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