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Bautzen

Landkreis Bautzen: Alles Wichtige vom Tag

+++ Corona-Situation spitzt sich zu +++ Als Gewerkschafterin im Bundestag +++ Wie die Stasi zwei Kamenzer auf Schritt und Tritt verfolgte +++

© Steffen Unger

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Ausbildungsplatz gesucht?
Ausbildungsplatz gesucht?

Mit der Ausbildung beginnt der Start ins Berufsleben. Damit dieser gelingt, stellen sich auf sächsische.de viele Ausbildungsbetriebe mit ihren freien Ausbildungsstellen vor.

Noch liegt die RKI-Inzidenz im Kreis Bautzen bei 216,8. Doch so niedrig wird sie wohl nicht mehr lange bleiben: Allein am Freitag vermeldete der Landkreis 349 neue Coronafälle, am Montag registrierte er 235 Neuinfektionen. Am Dienstag kamen noch einmal 220 neue Fälle hinzu. Während gerade darüber diskutiert wird, ob bald das Ende epidemischen Lage ausgesprochen wird, beschäftigt sicher viele auch diese Sorge: Droht uns – trotz Impfmöglichkeit – erneut ein harter Coronawinter?

Sicher ist: Auch die Lage in den Krankenhäusern spitzt sich wieder zu. 41 Leute werden gerade mit einer Corona-Infektion im Kreis Bautzen in einem Krankenhaus behandelt. Erst vergangenen Freitag lag die Zahl noch deutlich tiefer, nämlich bei 21. Das Bautzener Krankenhaus tut deshalb, was es auch schon bei den letzten Wellen getan hat: Es hält zusätzliche Betten für Corona-Patienten frei.

Die Frage, die nun sicher einige stellen, ist: Wie viele derjenigen im Krankenhaus waren geimpft? Mein Kollege Timotheus Eimert hat diese beantwortet – und noch einige mehr. So hatten zwei der 41 Erkrankten, die in Kliniken liegen, eine Impfung erhalten. „Wir machen das niemanden zum Vorwurf“, sagt deshalb Dr. med. Wilma Aron, Chefärztin der Oberlausitz-Klinik in Bischofswerda, „aber wie jeder andere Patient müssen sich Ungeimpfte die Frage gefallen lassen, was sie hätten selbst tun können, um nicht ins Krankenhaus zu müssen. Bei Corona ist die Impfung eine Chance, das Risiko einer Infektion zu verringern.“

Während die Krankenhäuser notgedrungen allmählich wieder in den Coronamodus wechseln müssen, gucken viele aber gerade vor allem nach Berlin. Dort nimmt der neue Bundestag seine Arbeit auf. Mit dabei ist Kathrin Michel. Die Kamenzerin ist neu eingezogen – für die SPD. Mit ihr hat der Kreis aber nicht nur eine neue Bundestagsabgeordnete, sondern auch eine neue Vertreterin aus dem sächsischen SPD-Vorsitz. Was also will Kathrin Michel nun für die Region bewegen? Diese Frage hat sie im Interview mit mir beantwortet. Spannend fand ich vor allem Ihre Sicht auf den Kohleausstieg: Als Gewerkschafterin hat sie jahrelang Kohlearbeiter vertreten. Jetzt wird sie wohl bald in einer Koalition regieren, die schneller raus will aus der Kohle. Ein Spagat? Nein, sagt sie. Die Kohle-Beschäftigten wissen ja, dass etwas passieren muss – die Frage sei nur das Wie.

Der Bundestag legt jetzt los – mein Kollege Reiner Hanke hat aber dieser Tage auch einen Blick in die Vergangenheit gewagt. So hat er über Günter und Eva-Maria Kern berichtet. Die Geschichte der beiden Kamenzer ist keine gewöhnliche – auch durch die Verwandtschaft mit dem berühmten Maler Georg Baselitz. Erst im Sommer erschien der Roman „Raumfahrer“ von Lukas Rietzschel über ihre Geschichte, jetzt hat die Familie eine Broschüre veröffentlicht. Darin skizzieren die beiden, wie sie von der Stasi überwacht wurden. Manches, sagt mein Kollege, liest sich wie ein Krimi.

Lesen Sie außerdem heute bei uns: Bautzen verlangt höhere Gebühren für Anwohnerparken, wie die Nachfahren deutscher Auswanderer heute leben und wie eine Frau aus Ohorn plötzlich Buchautorin wurde.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten Abend!

Ihre Theresa Hellwig, Sächsische.de-Reporterin

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