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Landkreis Bautzen: Alles Wichtige vom Tag

+++ Krieg in der Ukraine: Wie geht es Bautzenerinnen, die aus dem Land stammen? +++ Aufruf zu Friedenskundgebung am Mittwoch +++

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© Steffen Unger

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Liebe Leserinnen und Leser,

Es gibt wohl kaum einen, der momentan nicht immerzu auf die Seiten der Nachrichtenportale guckt – und prüft, wie die Lage in der Ukraine ist. Es gibt wohl kaum einen, der gerade nicht besorgt ist, angesichts dessen was da ist – und was noch kommen könnte. Wohl kaum einen, den die Schicksale der Ukrainer, Putins Vorgehen, die Kaltblütigkeit nicht berühren.

Wenn es schon uns so geht, wie also muss es den Bautzenern gehen, die aus der Ukraine stammen? Die dort vielleicht noch Angehörige haben und nun um sie bangen? „Ich habe Angst – obwohl mir in Deutschland nichts passieren kann“, sagt Vera Kashirova. Als sie von dem Angriff auf die Ukraine erfuhr, hatte die 33-Jährige gerade Dienst als Internistin am Malteser Krankenhaus in Kamenz. „Ich habe geweint“, sagt sie.

Und auch die Worte ihrer Kollegin, Iryna Fingerova, gehen unter die Haut. „Ich habe meine Patienten betreut, aber ich musste alle 20 Minuten prüfen, was in der Ukraine passiert“, erzählt die 28-Jährige. Freunde und Familie von ihr leben noch in der Ukraine. Berichten ihr, wie es ist, Bomben zu hören. Und all das nur, weil Putin – so ist Iryna Fingerova überzeugt – „ein Stück Ukraine zu seinem Morgenkaffee“ will.

Vier Frauen aus der Region. Zwei stammen aus Russland, zwei aus der Ukraine. Mein Kollege Levin Kubeth hat mit ihnen gesprochen – und erzählt auf Sächsische.de ihre Geschichten.

Auch in Lviv (zu Deutsch: Lemberg) in der Westukraine sind schon Angriffe gemeldet worden. Die Stadt ist weniger als 800 Kilometer von Bautzen entfernt. Zum Vergleich: Von Bautzen nach Aachen ist es annähernd ähnlich weit; das ist eine Strecke von über 700 Kilometern. So weit weg ist die Ukraine also gar nicht. Aber nicht nur kilometertechnisch. Auch freundschaftlich ist der Landkreis Bautzen mit der Ukraine verbunden. Etwas weiter im Inneren des Landes als Lviv liegt die Stadt Ternopil. Im Jahr 2019 waren Vertreter der Stadt und der dortigen Wirtschaft zu Gast in Bautzen. Erst letztes Jahr war der Bautzener Landrat Michael Harig (CDU) zum Gegenbesuch in der Ukraine. Mit einer Erklärung hat sich Michael Harig deshalb am Freitag ebenfalls zu Wort gemeldet. Er verurteile „das russische, kriegerische Vorgehen“, heißt es darin. „Keine sicherheitspolitischen Bedenken dieser Welt rechtfertigen einen militärischen Angriff souveräner Staaten.“

Wegen der Lage in der Ukraine hat auch der Bautzener Kreisverband der Linken Konsequenzen gezogen und seinen politischen Aschermittwoch abgesagt. „Angesichts des von Russland verübten Angriffs auf die Ukraine und des damit ausgebrochenen Krieges können wir keinen unbeschwerten Abend mit launigen Reden und humoristischem Anspruch veranstalten“, sagte der Kreisverbandsvorsitzende Silvio Lang. Stattdessen plant die Partei am 2. März um 17 Uhr eine Friedenskundgebung auf dem Bautzener Hauptmarkt.

Lesen Sie außerdem heute bei uns: Warum die A4 bei Bautzen am Freitagvormittag voll gesperrt war. Körse-Therme öffnet ab Montag wieder. Und: Das sind Bautzens berühmteste Musikschüler.

Verlieren Sie nicht den Mut!

Ihre Theresa Hellwig, Sächsische.de-Reporterin

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