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Landkreis Bautzen: Alles Wichtige vom Tag

+++ Bautzen: 1.000 Euro Strafe für falschen Doktortitel +++ Zahlen Fitness-Studios nach Corona Geld zurück? +++ Alstom hält am Stellenabbau in der Oberlausitz fest +++

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© Steffen Unger

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Liebe Leserinnen und Leser,

einfach mal reinen Tisch machen, diesen Rat möchte man dem Kamenzer Unternehmer Tobias Jantsch geben. Der parteilose Einzelbewerber ist einer der vier Kandidaten zur Landratswahl im Landkreis Bautzen am 12. Juni. Vor zwei Wochen wurden erste Vorwürfe laut, dass sich der Betreiber eines Gesundheitszentrums über längere Zeit mit einem falschen Dr.-Titel geschmückt hat.

Das ist peinlich genug, noch peinlicher aber sind die Ausflüchte und Erklärungsversuche, mit denen der Kandidat seitdem die Öffentlichkeit beglückt: Mal sind Software-Probleme für den falschen Titel verantwortlich, mal sind es Druckfehler, dann wieder die eigene Werbeagentur. Nur der Kandidat selbst hat offenbar mit allem nichts zu tun. Die Justiz sieht das offenbar anders, berichtet Sächsische.de-Reporter David Berndt. Wie jetzt bekannt wurde, musste Jantsch in der Vergangenheit bereits eine Geldstrafe wegen des falschen Dr.-Titels zahlen.

Als die Bombardierwerke in Bautzen und Görlitz an den französischen Bahnhersteller Alstom verkauft wurden, überwog bei vielen Mitarbeitern die Hoffnung: Endlich wieder eine klare Perspektive. Doch auf den Optimismus folgte rasch neue Unsicherheit. 550 Jobs stehen in Bautzen und Görlitz auf der Kippe. „Arbeitsplätze anders gestalten“, nennt das der Alstom-Deutschland-Chef in einem aktuellen Interview. Der Grund für die eigentümliche Formulierung: Das Unternehmen will nicht nur Stellen abbauen, sondern zeitgleich neue Arbeitsplätze schaffen: vor allem im Bereich Software und Digitalisierung. Was das für Bautzen und Görlitz bedeutet, steht aber vermutlich erst Ende des Jahres fest, berichtet Sebastian Beutler.

Früher ging uns das leicht über die Lippen: Wenn jemand im Rollstuhl saß, dann hieß es: Er oder sie ist behindert. Heute sind wir in diesen Dingen zum Glück sensibler geworden, wenn auch nicht jeder zu jeder Zeit. Denn wer ein Handicap hat, der ist nicht behindert, sondern der wird oft behindert. Allein schon dadurch, dass seine Anliegen oft als weniger wichtig gelten.

Ein Beispiel dafür ist der Bahnhof Bischofswerda, wo täglich Hunderte Fahrgäste umsteigen müssen, wo der einzige Weg zwischen den Bahnsteigen aber über zwei steile Treppen führt. Für Rollstuhlfahrer ein unüberwindbares Hindernis. Seit Jahren schon ist dieser Missstand bekannt, seit Jahren schon soll er abgestellt werden, und nun werden die Bauarbeiten wieder verschoben. Mit einer Begründung, die nicht wirklich überzeugt, wie unsere Reporterin Miriam Schönbach berichtet.

Außerdem lesen Sie heute bei uns: Wegen Corona geschlossen – zahlen die Fitness-Studios jetzt Geld zurück? Nähcafé Lotte in Bautzen zieht um. Und: Polizist in Wade gebissen – Demonstrant muss vor Gericht.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend, viel Freude beim Lesen.

Ihr Ulli Schönbach, Redaktionsleiter

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