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Bautzen: Allendetreff jetzt mit fester Adresse

Die Initiativgruppe, die sich für das Wohngebiet im Osten der Stadt engagiert, hat ein wichtiges Ziel erreicht – und für die Gestaltung des Viertels noch viele Ideen.

Andrea Kubank und Klaus Müller wollen die Menschen im Bautzener Allendeviertel zusammenbringen. Seit dem Sommer haben sie für ihren Treff auch einen Raum.
Andrea Kubank und Klaus Müller wollen die Menschen im Bautzener Allendeviertel zusammenbringen. Seit dem Sommer haben sie für ihren Treff auch einen Raum. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Im Moment ist die Glastür zwischen dem Kiosk und Isas Imbiss auf der Allendestraße in Bautzen geschlossen. Doch vor dem November-Lockdown kamen hier regelmäßig Menschen im Allendetreff zusammen. „Seit Juni haben wir diesen Raum für unsere Treffen“, sagt Andrea Kubank, die die Initiative ins Leben gerufen hat.

Den Treff gibt es inzwischen seit fast zwei Jahren. „Vor dem Sommer mussten wir uns immer in einer Gaststätte oder in unserem Kleingarten treffen“, erzählt Klaus Müller, der sich ebenfalls im Allendetreff engagiert.

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Der neue Raum liegt zentral im Viertel und ist gut zu erreichen. Ein langer Tisch mit einigen Stühlen, darauf Getränke und ein paar Süßigkeiten. Wenn nicht Corona wäre, könnten sofort ein paar Bewohner des Allendeviertels zu geselligem Beisammensein hereinkommen. Auf einem Tisch liegen gerahmte Stadtansichten von Bautzen, die noch aufgehängt werden sollen. „Wir wollen hier mit den Menschen ins Gespräch kommen und einen Treffpunkt schaffen“, sagt Andrea Kubank.

Zusammen basteln, stricken oder spielen

Bisher haben die Initiatoren den Raum vor allem für ihre Bürgersprechstunden genutzt, die bis vor Kurzem noch stattfanden. Zwei Mal pro Woche war der Treff für ein paar Stunden geöffnet, und die Bürger konnten mit ihren Anliegen vorbeikommen oder um Rat bitten. Auch Caritas und Diakonie haben vorgeschlagen, dort Beratung anzubieten. „Außerdem könnten Vereine den Raum nutzen. Oder Menschen, die einfach nur zusammen basteln, stricken oder etwas spielen wollen“, sagt Klaus Müller.

Im Vorraum steht ein hüfthohes, gut gefülltes Bücherregal. „Die Bücher wurden schon für unsere Büchertauschzelle abgegeben“, sagt Andrea Kubank. Die Telefonzelle zum Büchertauschen, ähnlich der auf der Goschwitzstraße, soll auf der anderen Straßenseite am Edeka aufgestellt werden. Sie ist eine der neuen Gestaltungsideen für das Viertel und wird aus dem Bürgerhaushalt der Stadt finanziert.

Bänke und Bäume für die Fläche vor Edeka

„Im Sommer haben wir die Anwohner gefragt, was sie sich für ihr Viertel wünschen und was sie verbessern würden“, erzählt Klaus Müller. Die Antworten seien vielfältig gewesen: mehr Bänke, Treffpunkte und Begrünung.

Im Oktober haben sich die Initiatoren dann mit Vertretern der Stadt, der Bautzener Wohnungsbaugesellschaft (BWB) und der mobilen Jugendarbeit Pro Chance getroffen. Auf einem Rundgang haben sie sich angeschaut, welche Orte wie umgestaltet werden könnten. Zum Beispiel könnte vor dem Edeka-Markt der Platz, der sich im Eigentum der BWB befindet, verschönert werden. „Die Menschen halten sich hier oft auf. Man könnte Sitzgelegenheiten schaffen und für ein paar Pflanzen oder Bäume sorgen“, sagt Andrea Kubank.

Initiative möchte Rondell an der Andena neu beleben

Ein weiterer Ort, den die Anwohner gern gestalten würden, ist das Rondell zwischen Andena und Kreisverkehr. „Hier waren zu DDR-Zeiten oft Veranstaltungen, aber heute wird der Platz gar nicht mehr genutzt“, sagt Klaus Müller. Allerdings ist die Fläche in Privatbesitz. „Wir wollen es trotzdem versuchen und anfragen, ob man den Platz nutzen könnte“, sagt Müller. Gern wollen die Initiatoren auch noch mit den anderen Wohnungsvermietern im Allendeviertel in Kontakt treten.

Sie hoffen, den Treff bald wieder öffnen zu können. „Eigentlich hatten wir wieder ein Adventssingen geplant, wie wir es letztes Jahr schon gemacht haben. Das muss leider ausfallen“, sagt Klaus Müller. Bisher engagieren sich etwa 10 bis 15 Bewohner des Allendeviertels in ihrem Treff. Hervorgegangen ist die Initiativgruppe aus einer der Stadtteilrunden der Stadt im Rahmen von Partnerschaft für Demokratie.

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