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Bautzen

Nur vier Grippe-Fälle im Kreis Bautzen

Zwei Erkrankungen wurden Anfang November nachgewiesen, zwei letzte Woche. In der vorhergehenden Grippe-Saison lagen die Zahlen deutlich höher.

Bislang gibt es nur wenige Grippefälle im Kreis Bautzen.
Bislang gibt es nur wenige Grippefälle im Kreis Bautzen. © Symbolfoto:dpa/Maurizio Gambarini

Bautzen. Bisher gibt es im Landkreis Bautzen in dieser Saison nur vier nachgewiesene Grippe-Fälle. Das berichtet das Landratsamt. Zwei Fälle waren in der ersten November-Woche vergangenen Jahres registriert worden; zwei wurden in der vergangenen Woche gemeldet. Im Vorjahr war die Zahl zum selben Zeitpunkt deutlich höher.

So gab es in der zweiten Januarwoche 2020 und auch im Jahr davor bereits 15 Grippefälle. Insgesamt gab es in der Grippesaison 2019/2020 1.528 Grippefälle, eine Person starb im Kreis Bautzen. 2018/2019 erkrankten 1.351 Leute im Landkreis nachgewiesen an der Grippe; niemand starb.

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Das Landratsamt weist darauf hin, dass die Zahl der Erkrankten vermutlich höher liegt – da Hausärzte nicht immer gleich auf Grippe testen.

Gesundheitsamt begründet die niedrige Zahl mit den Schutzmaßnahmen

Dass die Fallzahlen in diesem Jahr so niedrig sind, „kann durchaus auf die Kontaktbeschränkungen, die Hygienemaßnahmen und das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen zurückzuführen sein“, teilte Landratsamtssprecherin Cynthia Thor Ende Dezember mit. Eine abschließende Einschätzung sei aber nicht möglich.

Zum Vergleich: Das Corona-Virus ist bisher bei 16.965 Leuten im Kreis Bautzen nachgewiesen worden. Aktuell sind 1.115 Menschen im Landkreis infiziert (Stand: 19. Januar 2021). Insgesamt gab es im Zusammenhang mit der Pandemie schon 432 Todesfälle im Landkreis Bautzen.

Sächsische Regierung: Sterblichkeit bei Corona höher als bei Grippe

Die Sächsische Staatsregierung erklärt, dass das Corona-Virus gefährlicher als das Grippevirus sei – vor allem, weil es ansteckender ist. „Im Vergleich zum Grippe-Virus sind wir dem Corona-Virus viel schutzloser ausgeliefert. Das liegt zum einen daran, dass die Grundimmunität in der Bevölkerung noch fehlt und zum anderen ist die Inkubationszeit länger“, heißt es in einem Faktencheck der Regierung. Aufgrund der Altersstruktur sei für Deutschland bei Covid-19 eine Infektionssterblichkeit von 1,0 Prozent oder etwas mehr anzunehmen. Dagegen werde in Deutschland bei der Influenza eine Sterberate von 0,1 bis 0,2 Prozent geschätzt. (SZ/the)

Der Beitrag wurde am 20. Januar 2021 um 10.40 Uhr aktualisiert.

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