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Pflegerin für gefälschtes Zeugnis verurteilt

Eine Frau aus dem Kreis Bautzen hat als Pflegefachkraft gearbeitet, ohne die Qualifikation zu haben. Dann bekam sie kalte Füße.

Eine Frau soll im Kreis Bautzen als Pflegefachkraft gearbeitet haben, obwohl sie nur Pflegehilfskraft war. Ein Zeugnis soll sie gefälscht haben. Nun wurde sie dafür verurteilt.
Eine Frau soll im Kreis Bautzen als Pflegefachkraft gearbeitet haben, obwohl sie nur Pflegehilfskraft war. Ein Zeugnis soll sie gefälscht haben. Nun wurde sie dafür verurteilt. © Symbolfoto: dpa

Bautzen. Eine Frau aus Radibor musste sich jetzt wegen einer Urkundenfälschung vor dem Bautzener Amtsgericht verantworten. Sie soll in einem Pflegeheim gearbeitet haben, wo sie sich als staatlich geprüfte Pflegefachkraft anstellen ließ. Die Staatsanwaltschaft wirft der 35-Jährigen vor, die Urkunde zum Nachweis des entsprechenden Altenpflege-Fachschulgangs gefälscht zu haben. Tatsächlich soll die Frau nur Pflegehilfskraft gewesen sein.

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Gearbeitet hat sie laut Gericht in einer Pflegeeinrichtung in Spreetal. Im Juni 2020 soll sie dort begonnen haben. Das Ganze flog erst im Oktober auf, als sie ihre Prüfungsurkunde vorlegen sollte.

Auch einen Diebstahl soll die Frau begangen haben

Vor Gericht hat die Frau die Vorwürfe gestanden, teilt ein Sprecher mit. Sie habe erklärt, dass sie ihr Anstellungsverhältnis gekündigt habe. Allerdings benötigte sie das Zeugnis, um an ihr Gehalt zu kommen. Daraufhin habe sie die Urkunde im Internet zusammengebastelt.

Es ist jedoch nicht die einzige Tat, die der Frau vorgeworfen wurde. Sie soll außerdem einem Rentnerpaar, das sie betreute, einmal 120 und einmal 50 Euro gestohlen haben. Die 50 Euro hatte das Paar als Falle ausgelegt – die Tat flog auf.

Die Angeklagte entschuldigte sich vor Gericht bei dem Paar. Hinter Gitter muss sie wohl trotzdem: Das Gericht verurteilte sie zu einer Haftstrafe von vier Monaten ohne Bewährung. In das Urteil fließt mit ein, dass die Frau sich gerade auf Bewährung befand: wegen achtfachen Computerbetrugs. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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