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Polizei nimmt 67 Flüchtlinge in Gewahrsam

Am Wochenende griff die Polizei mehrere Flüchtlinge in der Oberlausitz auf. Auch zwei Schleuser konnten die Beamten stoppen.

Polizisten griffen an mehreren Orten der Oberlausitz Flüchtlinge und Schleuser auf.
Polizisten griffen an mehreren Orten der Oberlausitz Flüchtlinge und Schleuser auf. © Symbolfoto: Rene Meinig

Bautzen. Am vergangenen Wochenende nahmen die Bundespolizei und die Gemeinsame Fahndungsgruppe Bautzen zwischen Bautzen und Kodersdorf insgesamt 67 Flüchtlinge in Gewahrsam. Die Beamten griffen entlang der Autobahn 4 sowie am Görlitzer und am Bautzener Bahnhof Flüchtlinge aus dem Irak, aus dem Jemen und aus Afghanistan auf.

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Sie waren ohne Visum und Aufenthaltstitel aus Polen kommend eingereist, teilt Alfred Klaner von der Bundespolizei mit. Die Frauen und Männer im Alter zwischen acht und 47 Jahren seien vermutlich durch Schleuser in das Bundesgebiet gebracht worden und stellten bei der Bundespolizei einen Asylantrag.

14 der Flüchtlinge aus Syrien und aus dem Jemen wurden am vergangenen Sonntagnachmittag im Bautzener Stadtgebiet aufgegriffen. "Laut Augenzeugen hatten zwei Transporter sie hier aussteigen lassen", so Alfred Klaner. Die Bundespolizei konnte in der Nähe zwei Syrer mit einem Berliner VW Golf stoppen, die vier syrische Flüchtlinge hier abgeholt hatten. Sie saßen bereits auf der Rückbank. Die beiden Abholer im Alter von 27 und 43 Jahren sind nach Angaben der Polizei Familienangehörige der vier Flüchtlinge und leben mit Aufenthaltstitel in Deutschland.

Gegen sie wird wegen dem Einschleusen von Ausländern ermittelt. Die Flüchtlinge müssen sich wegen unerlaubter Einreise und wegen unerlaubtem Aufenthalt verantworten. Sie werden an Erstaufnahmeeinrichtungen weitergeleitet. Die Schleuser befinden sich noch bei der Bundespolizei. (SZ)

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