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Neuer Termin für Prozess um Corona-Protest in Bautzen

Wegen einer Aktion auf der Friedensbrücke stand eine Frau kürzlich vor Gericht. Nun ist klar, wann ihr mutmaßlicher Komplize vor den Richter muss.

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Wegen einer Corona-Protest-Aktion auf der Bautzener Friedensbrücke muss sich nun auch der zweite Angeklagte vor Gericht verantworten.
Wegen einer Corona-Protest-Aktion auf der Bautzener Friedensbrücke muss sich nun auch der zweite Angeklagte vor Gericht verantworten. © Symbolfoto: Lausitznews/Jens Kaczmarek

Bautzen. Der Prozess um eine Corona-Protest-Aktion am 6. Januar 2021 in Bautzen geht weiter. Das hat das Amtsgericht auf Anfrage von Sächsische.de mitgeteilt. Zwei Bautzener – eine Frau und ein Mann – sollen am besagten Januar-Tag auf der Bautzener Friedensbrücke gemeinsam ein Feuerwerk gezündet und Flyer verteilt haben. Ihr Ziel: gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Wegen der Aktion staute sich der Verkehr.

Videos von der Aktion waren damals im Netz geteilt worden. Die Angeklagten sind keine gänzlich Unbekannten in Bautzen. Beide nehmen regelmäßig an den Corona-Protesten teil.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Duo wegen der Aktion Nötigung vor. Eigentlich hätten sich beide bereits vor gut zwei Wochen vor Gericht verantworten sollen, doch der angeklagte Mann kam nicht zum Prozess.

Die Frau hatte die Vorwürfe gestanden, und das Gericht hatte das Verfahren gegen sie wegen Geringfügigkeit eingestellt. Zur Debatte stand daraufhin, ob auch das Verfahren gegen den zweiten Angeklagten eingestellt wird. Die Staatsanwaltschaft hat das jedoch abgelehnt, weil der Mann dem Prozess unentschuldigt fernblieb. Am 19. Januar 2022 muss er sich nun vor Gericht verantworten. (SZ/the)