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Online-Behörden-Portal bald auf Sorbisch verfügbar

Den Gang zum Amt ersetzt in vielen Fällen das Online-Portal der sächsischen Kommunen. Ab Sommer soll es das auch auf Sorbisch geben.

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Die sächsische Staatskanzlei will das Sorbische weiter auch in digitale Angebote des Staates einbeziehen. Dafür wurde nun ein weiterer Schritt angekündigt.
Die sächsische Staatskanzlei will das Sorbische weiter auch in digitale Angebote des Staates einbeziehen. Dafür wurde nun ein weiterer Schritt angekündigt. © Symbolfoto: dpa

Dresden. Das Online-Service Portal der sächsischen Behörden und Kommunen "Amt 24" soll ab Sommer 2022 auch in sorbischer Sprache verfügbar sein. Das gab der für digitale Verwaltung zuständige Staatssekretär Thomas Popp am Montag bei einer Sitzung des Rats für sorbische Angelegenheiten bekannt.

Auf "Amt 24" lassen sich wichtige Informationen, Formulare und Kontaktadressen finden. Das Online-Angebot besteht seit Oktober 2018 und soll den Gang zum Rathaus vereinfachen oder sogar ersetzen. So können dort etwa Elterngeld, Wohngeld oder Corona-Soforthilfen beantragt werden. Auch das sächsische Beteiligungsportal soll ab Sommer zweisprachig werden. Dort können sächsische Bürger aktiv an Entscheidungsprozessen von Politik und Verwaltung mitwirken.

Fast alle Gemeinden im sorbischen Siedlungsgebiet würden den aktuell nur auf Deutsch und teils auf Englisch verfügbaren Online-Service bereits nutzen, erklärten Franciska Grajcarek und Jan Kral vom Servicebüro für sorbische Sprache. Für eine zielstrebigere Umsetzung der Zweisprachigkeit seien aber noch mehr Ressourcen erforderlich. Der Rat für sorbische Angelegenheiten unterstrich das Recht der Sorben, sich in ihrer Sprache an staatliche Instanzen zu werden. Das müsse zunehmend auch digital berücksichtigt werden. (SZ/trw)