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Bautzen

Spree-Renaturierung wird ausgezeichnet

Seit 2018 wird ein Abschnitt der Spree nördlich von Bautzen renaturiert. Jetzt wurde das Projekt ausgezeichnet.

Am Mäander Lömischau hat die Spree ihr altes Bett wieder erhalten, die einst geschaffene Begradigung des Flusslaufes wurde geschlossen und ist nur als Hochwasserüberlauf erhalten geblieben.
Am Mäander Lömischau hat die Spree ihr altes Bett wieder erhalten, die einst geschaffene Begradigung des Flusslaufes wurde geschlossen und ist nur als Hochwasserüberlauf erhalten geblieben. © SZ/Uwe Soeder

Malschwitz. Seit 2018 wird ein Abschnitt der Spree im UNESCO-Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft renaturiert. Jetzt erhielten die beteiligten Partner dafür die Auszeichnung als UN-Dekade-Projekt Biologische Vielfalt. Darüber informiert die Pressestelle der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Der sächsische Umweltminister Wolfram Günther überreichte am Montag symbolisch den „Baum der Vielfalt“ an Torsten Roch, Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung, Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Stefan Jentsch, Betriebsleiter Spree/Neiße der Landestalsperrenverwaltung und an Franz Graf von Plettenberg, Leiter des Bundesforstbetriebes Lausitz.

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Auch Hochwasserschutz ermöglicht

Das Projekt „Redynamisierung Spree“ zeichnet sich dadurch aus, dass die natürliche Flussdynamik auf einem fünf Kilometer langen Abschnitt im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft renaturiert wird. Die biologische Vielfalt der Flussauen soll wiederhergestellt werden. Dazu wurden insgesamt zehn verschiedene Teilmaßnahmen umgesetzt.

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Bei Lömischau beginnen die Bauarbeiten zur Renaturierung der Spree. Das ist gut für die Umwelt, hat aber noch mehr Vorteile.

Das Projekt trage aber nicht nur zur biologischen Vielfalt bei, liest man in der Pressemitteilung. Auch der Ortskern von Halbendorf mit seiner denkmalgeschützten Mühle erhielt beispielsweise einen Hochwasserschutz. „Wir sehen an der Spree, dass Hochwasserschutz sehr gut mit ökologischen Belangen einhergehen kann“, so Wolfram Günther. (SZ)

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