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Trickbetrüger: Polizei warnt vor Teerkolonnen

Zuletzt gab es im Kreis Bautzen vermehrt sogenannte Teerkolonnen. Die Trickbetrüger asphaltieren Einfahrten ohne Auftrag, fordern nachher aber Geld dafür.

Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass vor Trickbetrügern, die ohne Auftrag und Erlaubnis Einfahrten asphaltieren.
Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass vor Trickbetrügern, die ohne Auftrag und Erlaubnis Einfahrten asphaltieren. © Symbolfoto: Rene Meinig

Bautzen. Seit Mitte Mai dieses Jahres sind im Revierbereich Bautzen, unter anderem in Wölkau, Putzkau und Wehrsdorf, vermehrt sogenannte Teerkolonnen unterwegs. Darüber informiert die Polizei und mahnt zugleich zur Vorsicht.

"Die Täter asphaltieren Einfahrten, obwohl sie keinen konkreten Auftrag dazu haben. Der Preis liegt dabei mit 20 bis 30 Euro pro Quadratmeter deutlich unter den üblichen Preisen ortsansässiger Unternehmen", so Sebastian Ulbrich, Pressesprecher der Polizeidirektion Görlitz.

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Die Rechnungen stammen von nicht existierenden tschechischen Firmen. Bei den Teerkolonnen handele es sich oftmals um irische, polnische oder tschechische Staatsangehörige, die mit Straßenbaufahrzeugen nach Deutschland einreisen und hier ihre Dienste anbieten, erklärt Sebastian Ulbrich.

Teerkolonnen arbeiten in Schwarzarbeit

Um die Glaubwürdigkeit ihres Angebots zu unterstreichen, zeigen die Täter oftmals entsprechendes Equipment wie Flyer und Arbeitsgeräte vor. Eine typische „Teerkolonne“ besteht meistens aus einem Lkw mit Anhänger und einem Asphaltier-Fahrzeug sowie einem oder mehreren Kleinbussen für die Arbeiter.

Die Teerkolonnen arbeiten in sogenannter Schwarzarbeit, da diese keine ordentlichen Rechnungen ausstellen und keinerlei Abgaben leisten. Außerdem müssen viele Asphaltierarbeiten zuvor vom zuständigen Landratsamt genehmigt werden. "Die Beauftragung von Schwarzarbeit stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, welche mit einem Bußgeld von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann", informiert die Polizei.

In den meisten Fällen lehnten die Geschädigten die angebotenen Dienstleistungen ab. Doch die Betrüger begannen trotzdem mit den Arbeiten und forderten anschließend Geld. Die Polizei rät daher: "Lassen Sie sich nicht auf fragwürdige Angebote von Unbekannten ein, schicken Sie die Arbeiter weg und informieren Sie bei verdächtigen Vorkommnissen die Polizei oder den Zoll." (SZ)

Informationen zum Thema Haustürbetrug finden Sie auch unter: https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/haustuerbetrug/

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