merken
PLUS Bautzen

Weißenberg: Bundespolizei ermittelt zu Schleusung

Auf einem Parkplatz an der A 4 waren am Mittwoch 18 illegal eingereiste Personen aufgegriffen worden. Wer hat beobachtet, wie sie dorthin kamen?

Ein Polizeihubschrauber kreiste am Mittwoch über der A 4 bei Weißenberg. Dort wurden 18 Flüchtlinge und drei Schleuser aufgegriffen. Jetzt bittet die Polizei um Zeugenhinweise.
Ein Polizeihubschrauber kreiste am Mittwoch über der A 4 bei Weißenberg. Dort wurden 18 Flüchtlinge und drei Schleuser aufgegriffen. Jetzt bittet die Polizei um Zeugenhinweise. © Symbolbild: dpa

Weißenberg. An der A 4 bei Weißenberg hat die Bundespolizei am Mittwochnachmittag 18 Flüchtlinge und drei Schleuser aufgegriffen. Letztere sind inzwischen wieder auf freiem Fuß. Das teilte die Bundespolizei am Freitagnachmittag mit.

Die beiden Türken und der Italiener sollten die Flüchtlinge - Frauen, Kinder und Männer aus der Türkei, aus Syrien und aus Afghanistan im Alter zwischen zehn und 50 Jahren - offenbar vom A-4-Parkplatz Löbauer Wasser abholen. Dort war die Gruppe abgesetzt worden. Den Ermittlungen zufolge wurden sie von Schleusern von der Türkei bis nach Deutschland gebracht. Von denjenigen, die sie über die polnische Grenze brachten, fehlt laut Bundespolizei allerdings noch jede Spur.

sz-Reisen
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken

Bei SZ-Reisen findet jeder seine Traumreise. Egal ob Kreuzfahrt, Busreise, Flugreise oder Aktivurlaub - hier bekommen Sie für jedes Reiseangebot kompetente Beratung, besten Service und können direkt buchen.

Die Ermittler gehen davon aus, so Bundespolizei-Sprecher Alfred Klaner, dass die Flüchtlinge mit größeren Transportern oder gar per Lkw transportiert wurden. Bei den Abholern soll es sich zum Teil um in Deutschland lebende Familienangehörige handeln.

Bundespolizei bittet um Hinweise

In diesem Zusammenhang macht die Bundespolizei darauf aufmerksam, dass es in der vergangenen Zeit in Ostsachsen immer wieder zu Aufgriffen von größeren eingeschleusten Flüchtlingsgruppen gekommen ist. In einem Fall wurde vor einigen Monaten gar ein Kühltransporter - mit ausgeschalteter Kühlung - als Schleuserfahrzeug eingesetzt. Das wurde bei Lückendorf entdeckt. Immer wieder würden das Leben und die Gesundheit der Flüchtlinge durch die Schleuser aufs Spiel gesetzt.

Zwar verzeichne die Bundespolizei auch immer wieder Ermittlungserfolge bei der
Überführung von Schleusern und dem Aufdecken neuer Fälle, aber das Ergreifen der
Fahrer, die die Flüchtlinge über die Grenze bringen, gelinge nicht immer. Sie würden für den Grenzübertritt sowohl die Autobahnen als auch Landes- und Bundesstraßen nutzen.

Aus diesem Grund richtet die Bundespolizei einen Appell an alle Bürgerinnen und Bürger in der Oberlausitz: "Halten Sie die Augen offen, notieren Sie sich Nummernschilder von verdächtigen Fahrzeugen, prägen Sie sich Örtlichkeiten oder verdächtiges Verhalten ein und teilen Sie Ihre Beobachtungen der Bundespolizeiinspektion Ebersbach mit!"

Sechs Flüchtlinge beantragen Asyl

Und was passiert nun mit den 18 am Mittwoch aufgegriffenen Flüchtlingen? Sechs haben einen Asylantrag gestellt, berichtet Alfred Klaner. Sie seien zur Erstaufnahmeeinrichtung nach Dresden geschickt worden. Zwei Kinder seien einer Jugendeinrichtung und die restlichen zehn Flüchtlinge an die zuständige Ausländerbehörde übergeben worden. (SZ)

Zeugenhinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Ebersbach unter Telefon 03586 76020 entgegen.

Mit dem kostenlosen Newsletter „Bautzen kompakt“ starten Sie immer gut informiert in den Tag. Hier können Sie sich anmelden.

Zum kostenlosen Newsletter „Kamenz kompakt“ geht es hier.

Mehr Nachrichten aus Bautzen lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Bischofswerda lesen Sie hier.

Mehr Nachrichten aus Kamenz lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Bautzen