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Kreis Bautzen: So werden die Schulen digital

Bis Ende 2024 erhalten alle Schulen moderne Computertechnik. Doch mit dem Kauf von Laptops und Servern ist es nicht getan - und deshalb noch mehr geplant.

Laptops, Tablets und digitale Tafeln sollen bald in allen Schulen im Kreis Bautzen zum Unterrichtsalltag gehören.
Laptops, Tablets und digitale Tafeln sollen bald in allen Schulen im Kreis Bautzen zum Unterrichtsalltag gehören. © Symbolfoto: dpa

Bautzen. Der Zeitplan steht fest, die Kosten auch. Bis Ende 2024 werden alle Schulen im Landkreis Bautzen mit digitaler Technik ausgerüstet. Also mit Servern, in denen alle Daten zusammenlaufen, mit Kabelnetzen, digitalen Schultafeln und natürlich Tablets oder Laptops für die Schüler. Das Geld kommt zum größten Teil aus dem Digitalpakt Schule, den der Bund und die Länder gemeinsam beschlossen haben.

Im Fördertopf sind insgesamt rund fünf Milliarden Euro. Einen geringeren Anteil müssen die jeweiligen Schulträger beisteuern. Im Landkreis Bautzen gibt es 136 allgemeinbildende Schulen und 17 Berufsschulen mit insgesamt rund 34.000 Schülern. Davon befinden sich 30 Schulen mit insgesamt 12.000 Schülern in der Trägerschaft des Landkreises. Die anderen 106 Schulen werden überwiegend von den Städten und Gemeinden im Landkreis getragen, aber auch von Kirchen und gemeinnützigen Organisationen.

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Landkreis steuert 5,4 Millionen Euro bei

Um den Digitalpakt umsetzen zu können, braucht jeder Schulträger einen Medienentwicklungsplan. Der Plan für die Schulen in Trägerschaft des Landkreises war jetzt Thema im Kultur- und Bildungsausschuss des Kreistages. Die dort genannten Zahlen im Überblick: Für jeweils 100 Schüler sollen 28 sogenannte Endgeräte angeschafft werden, also Tablets oder Laptops, außerdem zwei digitale Wandtafeln. Ein Beispiel: Eine Schule mit 300 Schülern bekommt also 84 Endgeräte und sechs digitale Tafeln. Die Geräte sind Eigentum der Schulen, sie bleiben in den Klassenzimmern.

Damit steht auch fest: Einen Laptop oder ein Tablet für jeden Schüler wird es nicht geben - das ist auch gar nicht nötig. Die Schüler können die Geräte in den Unterrichtsstunden nutzen, in denen das der Lehrstoff vorsieht. Die Digitalisierung der 30 Kreis-Schulen bis 2024 kostet rund 12,3 Millionen Euro. Davon steuert der Landkreis etwa 5,4 Millionen Euro bei, alles andere kommt von Bund und Land.

Doch mit dem Aufstellen von Servern, dem Kauf von Laptops oder Tablets und dem Freischalten eines digitalen Netzwerkes in den Schulen ist es nicht getan. Die Lehrer müssen die Technik beherrschen. Jede Schule soll deshalb einen individuellen Fortbildungsplan für ihre Pädagogen zum Thema Medienbildung aufstellen.

Lehrer werden im Umgang mit der Technik geschult

Da in der Regel nicht alle Lehrer gleichzeitig geschult werden können und müssen, sollen sich zunächst nur bis zu vier Pädagogen in jeder Schule in die digitale Bildung einfuchsen. Sie sollen dann als sogenannte Multiplikatoren dienen, ihr Wissen also an andere Lehrer weitergeben. Zudem wird es Weiterbildungen durch das Landesamt für Schule und Bildung geben.

An jeder Schule soll es zudem einen IT-Koordinator geben. Also jemanden, der sofort helfen kann, falls mal ein Kabel falsch gesteckt wurde oder sich an den Geräten ein Programm partout nicht öffnen will. Dieser Koordinator steht in Kontakt zu den IT-Spezialisten im Landratsamt. Sie helfen, wenn das Problem tiefer liegt und der Koordinator in der Schule nicht weiter weiß. Dafür will das Landratsamt 2021 zunächst eine Stelle mit einem Fachmann besetzen, 2022 eine weitere. Sind sehr spezielle Fehler zu beheben oder defekte Geräte zu reparieren, will das Landratsamt das Problem an Firmen weitergeben, die darauf spezialisiert sind.

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