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Endlagersuche: Kritik an Sohlands Bürgermeister

Zwei CDU-Gemeinderäte werfen Hagen Israel vor, dass er nicht an einer Fachkonferenz teilgenommen hat. Der will das nicht auf sich sitzen lassen.

Bis 2031 soll in Deutschland über den neuen Standort für ein Atommüllendlager entschieden werden. Dafür ist auch die Oberlausitz im Gespräch. Doch dagegen regt sich Widerstand.
Bis 2031 soll in Deutschland über den neuen Standort für ein Atommüllendlager entschieden werden. Dafür ist auch die Oberlausitz im Gespräch. Doch dagegen regt sich Widerstand. © Symbolbild: dpa

Sohland. Weil er nicht an einer Online-Fachkonferenz zur bundesweiten Endlagersuche teilgenommen hat, üben die beiden CDU-Gemeinderäte Henrik Müller und Richard Witt Kritik an Sohlands Bürgermeister Hagen Israel (parteilos). "Das ist schließlich ein wichtiges Thema", sagt Henrik Müller.

Derzeit kommen noch rund 54 Prozent der gesamten Fläche Deutschlands als potenzieller Endlager-Standort infrage. Auch Sohland und seine Umlandgemeinden seien im Gespräch, ergänzt Richard Witt. Insbesondere weil auf der finnischen Insel Olkiluoto ein Endlager in Granitgestein gebaut worden sei, befürchten die Räte, die Wahl könne bei zu wenig Widerstand vor Ort auf die Oberlausitz fallen. Hierbei reiche der Einsatz des Bürgermeisters bislang nicht aus.

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Entscheidung zum Endlager-Standort soll bis 2031 fallen

"Dass ich nicht teilgenommen habe, muss ich mir nicht vorwerfen", entgegnet Hagen Israel. Aus seiner Sicht sei das Thema brisant und wichtig, aber auch komplex und schwer verständlich. Er versuche daher aktuell, sich einzulesen, seinen Gemeinderat umfassend zu informieren und das Thema im Sächsischen Städte- und Gemeindetag zu platzieren. "Mit Ausnahme ganz weniger Amtskollegen bin ich da der einzige", sagt Israel.

Bis zum Jahr 2031 soll der neue Endlagerstandort gefunden sein. Mit Blick auf die lange Entscheidungsspanne findet der Bürgermeister: "Eine solche Aufregung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht angemessen." (SZ/fsp)

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