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Noch zwei Spiele bis zum Finale

Bischofswerda und Bautzen empfangen im Viertelfinale des Landespokals Regionalligisten. Welche Chancen sich die beiden Trainer ausrechnen.

Von Jürgen Schwarz
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Die Spieler vom Bischofswerdaer FV hatten im Sachsenpokal schon oft Grund zur Freude. Hier freuen sich die Kicker nach dem 2:1-Viertelfinalerfolg über den VFC Plauen am 12. November 2016.
Die Spieler vom Bischofswerdaer FV hatten im Sachsenpokal schon oft Grund zur Freude. Hier freuen sich die Kicker nach dem 2:1-Viertelfinalerfolg über den VFC Plauen am 12. November 2016. © Archiv: Bodo Hering

Bautzen. Am Wochenende wird der Fußball-Landespokal fortgesetzt. Das Viertelfinale eröffnen am Samstag ab 14 Uhr die Landesligisten Motor Wilsdruff und Handwerk Rabenstein. Eine Stunde später wird das Duell zwischen der FSV Budissa Bautzen und der BSG Chemie Leipzig im Stadion Müllerwiese angepfiffen.

Auch der Bischofswerdaer FV bekommt es am Sonntag mit einem Regionalligisten zu tun. Ab 16 Uhr gastiert der Chemnitzer FC in der Volksbank-Arena. In der Halbzeitpause wird das Halbfinale ausgelost. Zudem holen Sachsenligist SV Einheit Kamenz und Drittligist FSV Zwickau die letzte Achtelfinalpartie nach. Gespielt wird am Samstag ab 14 Uhr in der Lessingstadt. Der Sieger gastiert in der Runde der letzten Acht in Markkleeberg, ein Termin steht noch nicht fest.

In Bautzen rechnen sich die Gastgeber gute Chancen auf ein Weiterkommen aus, schließlich bezwangen die Spreestädter in der 3. Runde mit Pokalverteidiger 1. FC Lok Leipzig (2:0) schon einen Viertligisten. „Wir wollen von Beginn an zeigen, dass wir den Sieg mehr wollen und mit unseren Fans im Rücken auch für den zweiten Leipziger Regionalligisten in dieser Saison kein gutes Pflaster sind“, gibt sich Trainer Stefan Richter kämpferisch.

Dynamo-Legende drückt Bautzen die Daumen

Auch Budissa-Präsident Bernd Bimmrich freut sich auf den Pokalkracher: „Mein Herz brennt für diese Spiele, da ist Spannung vorprogrammiert. Ich erwarte viele Budissa-Fans, um mit ihnen ein großes Fußballfest zu feiern und unsere Mannschaft nach vorn zu peitschen.“ Selbst Dynamo-Legende Gert Heidler (74) drückt die Daumen: „Als ehemaliger Spieler von Motor Bautzen verfolge ich regelmäßig die Entwicklungen im Verein. Das Los ist ein Highlight für jeden Fan. Ich wünsche den Jungs viel Erfolg.“

In diesem Jahr bestritt Budissa bisher vier Oberligapartien. Nach 4:1-Siegen in Nordhausen und Halle, unterlagen die Bautzener den Titelanwärtern VFC Plauen mit 0:2 (H) und in Erfurt mit 1:4. Die Leutzscher blieben in den letzten vier Regionalligapartien ohne Sieg (zwei Remis, zwei Niederlagen).

In Bischofswerda kann die Frage nach dem Favoriten sicher deutlicher beantwortet werden. Die Chemnitzer gelten seit Jahren als absolute Pokal-Spezialisten. 15-mal standen die Himmelblauen bereits im Endspiel, elfmal brachten sie den 13 Kilogramm schweren „Pott“ mit nach Hause. Aus den letzten sechs Viertliga-Partien holte der CFC 15 Zähler, während die Schiebocker in der Oberliga keinen guten Re-Start erwischten. Gegen den SV Arnstadt (0:0) und Einheit Wernigerode (0:2) blieb die Mannschaft zu Hause von Trainer Frank Rietschel deutlich unter ihren Möglichkeiten. Im Pokal-Achtelfinale dagegen überzeugte die junge Truppe beim 3:0 gegen Landesliga-Tabellenführer SC Freital.

Revival in Kamenz

„Wir haben nichts zu verlieren, die Chemnitzer gehen als Favorit in dieses Spiel. Das sollte etwas Druck von meinen Spielern nehmen. In der Oberliga hatte ich den Eindruck, dass einige meiner Spieler unter zu großer Anspannung verkrampfen und dadurch Fehler produzieren“, sagt Rietschel. Als Spieler gewann er vor 30 Jahren den Landespokal mit den Schiebockern.

„Wir bezwangen Hoyerswerda mit 2:0. Ich schoss ein Tor und bereitete den zweiten Treffer vor. Danach stieg eine Riesenparty“, erinnert sich der 51-Jährige, der auch als Trainer schon intensive Pokalduelle von der Bank aus erlebte. „2016 lieferten wir mit Einheit Kamenz dem FSV Zwickau im Halbfinale einen großen Fight, unterlagen vor fast 4.000 Zuschauern nur knapp 1:2.“ Am Samstag kommt es erneut zum Duell zwischen Kamenz und Zwickau.

Für Einheit ist es das erste Pflichtspiel in diesem Jahr, die Westsachsen stehen schon seit Januar in der 3. Liga im Punktspielbetrieb. Der Kamenzer Trainer André Kohlschütter ist Realist: „Mit nur drei Wochen Training gegen ein Profiteam, welches trotz Corona weiter trainieren konnte und auch im Wettkampfbetrieb seit Wochen ist, spielen zu müssen, ist eigentlich aussichtslos. Von daher wird es für uns wichtig sein, nie aufzugeben, egal wie der Spielstand ist. Wir werden defensiv sehr gefordert sein.“