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Bautzen lässt Felsen sichern

Nahe der Alten Wasserkunst droht Gestein abzustürzen. Ab Mitte Juli sollen deshalb Felsnägel und Spritzbeton verbaut werden.

Die Felsen an der Mühlstraße unterhalb der Alten Wasserkunst in Bautzen könnten abbrechen und abstürzen. Deswegen werden sie demnächst gesichert.
Die Felsen an der Mühlstraße unterhalb der Alten Wasserkunst in Bautzen könnten abbrechen und abstürzen. Deswegen werden sie demnächst gesichert. © Archivfoto: SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Die Stadt Bautzen lässt die Felsen unterhalb der Alten Wasserkunst sichern. Wie die Stadtverwaltung auf Anfrage von Sächsische.de mitteilt, bestehe „Absturzgefahr und Abbruchgefahr durch die Zerklüftung und Bewuchs“. An den betreffenden Stellen werden demnach etwa 45 Rückverankerungen, sogenannte Felsnägel, verbaut und etwa 30 Kubikmeter Spritzbeton auf einer Fläche von etwa 60 Quadratmetern eingebracht.

Die Arbeiten sollen voraussichtlich in der Woche ab dem 19. Juli oder eine Woche später beginnen und bis Ende August abgeschlossen sein. In der jüngsten Sitzung des städtischen Bauausschusses ist der Auftrag an die Firma Bergsicherung Freital GmbH vergeben worden.

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Keine Sperrungen an der Mühlstraße geplant

Wie die Stadtverwaltung zudem mitteilt, seien alle notwendigen Anträge bezüglich des Natur- und Tierschutzes sowie der Denkmalpflege gestellt und unter Auflagen genehmigt worden. Somit würden sie dementsprechend umgesetzt. Dazu sei eine ökologische Baubegleitung beauftragt. Die Verkehrseinschränkungen auf der Mühlstraße und an der Alten Wasserkunst werden so gering wie möglich gehalten, versichert die Stadt. Im Moment liegen keine Anträge zu Sperrungen vor.

Dringt in Felsspalten Wasser ein, drohen bei Frost laut Stadtverwaltung Abplatzungen, „die auch zu Felsabstürzen führen können.“ Alle Felsbereiche auf städtischen Grundstücken seien gutachterlich erfasst und eine zeitliche Einordnung nach Dringlichkeit sei erstellt worden.

Im Oktober 2019 hatte die Stadt Bautzen ebenfalls Arbeiten zur Felssicherung an der Mühlstraße ausführen lassen. Dort waren Wurzeln an einer Stelle besonders tief und massiv in eine Felsspalte eingedrungen. Es bestand die Gefahr, dass während der Arbeiten plötzlich Steine zu Boden fallen.

Die Stadt sperrte daraufhin einen Teil der Straße unterhalb der Wasserkunst. Betroffen war der Abschnitt zwischen der Scharfenstegbrücke und dem Parkplatz an der Spree. Im Anschluss wurde die gefährliche Stelle im Felsen so bearbeitet, dass die lockeren Steine abplatzen. (SZ/dab)

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