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Aktion Spätschicht: Betriebe laden ein

An zwei Tagen im Oktober können Interessierte Unternehmen im Landkreis Bautzen kennenlernen. Dabei geht es nicht nur in die Produktion.

Wie es in Produktionshallen im Landkreis Bautzen aussieht, können sich Interessierte bei der Aktion Spätschicht am 9. und 16. Oktober anschauen. Eine Station dabei ist die Firma Temedia in Bischofswerda, wo unter anderem Azubi Justin Strube tätig ist.
Wie es in Produktionshallen im Landkreis Bautzen aussieht, können sich Interessierte bei der Aktion Spätschicht am 9. und 16. Oktober anschauen. Eine Station dabei ist die Firma Temedia in Bischofswerda, wo unter anderem Azubi Justin Strube tätig ist. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Was machen eigentlich Unternehmen wie Temedia, die Blumenbringer oder Schoplast? Was gehört zum Bau einer Orgel alles dazu? Welche Unternehmen gibt es überhaupt im Landkreis Bautzen? Wen das interessiert, der kann am 9. und 16. Oktober an den Spätschichten in Bautzen, Kamenz, Bischofswerda, Radeberg und Hoyerswerda teilnehmen. Hier werden an den Freitagnachmittagen zum dritten Mal die Werkstore der Unternehmen in der Region für Interessierte geöffnet.

„Die Spätschichten sind schon fast ein Traditionsprojekt“, sagt Jeanette Schneider von der Industrie- und Handelskammer Dresden (IHK). Sie organisiert die Veranstaltung zusammen mit den städtischen Wirtschaftsförderern, der Kreishandwerkerschaft Bautzen und dem Unternehmen Regionalbus Oberlausitz. Letzteres bringt die Interessierten mit seinen Bussen auf mehreren Touren zu den Unternehmen. 

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Reisebegleiter gehen mit auf Tour

Die Touren beginnen immer um 16 Uhr an zentralen Standorten in der jeweiligen Stadt. Auf der Fahrt erzählt ein Reisebegleiter den Teilnehmenden Wissenswertes über den jeweiligen Wirtschaftsstandort. Bei den Unternehmen verbringen die Teilnehmer dann jeweils eine Stunde, in der sie den Betrieb kennenlernen und einen Rundgang machen.

„Das Ziel der Spätschichten ist es, zu zeigen, wie die Wirtschaft in der Region aussieht“, sagt Jeannette Schneider, die erstaunt darüber ist, „dass die meisten Menschen gar keine Vorstellung davon haben, was für interessante und innovative Unternehmen es hier gibt.“ Das kann auch für junge Menschen auf der Suche nach dem richtigen Ausbildungsberuf eine Chance sein, Einblicke zu gewinnen und sich eine Vorstellung zu machen.

Diese Gelegenheit nutzen auch Schüler von außerhalb, wie Sabine Gotscha-Schock von der Kreishandwerkerschaft Bautzen weiß. Sie wird als Reiseleiterin auf der Tour in Bischofswerda dabei sein. „Ich bin froh, dass die Veranstaltung dieses Jahr trotz der Corona-Pandemie stattfinden kann“, sagt sie. Für viele Unternehmen sei die Spätschicht schon zu einem festen Bestandteil im Jahr geworden.

Bautzener Touren schon fast ausgebucht

Die Spätschichten in Bautzen und Kamenz finden am 16. Oktober statt. In Bautzen gab es 2018 die erste Spätschicht. Hier kann man auf insgesamt neun Touren Unternehmen wie Edding oder LetMeRepair besuchen. Dieses Jahr öffnet hier zum ersten Mal auch das Unternehmen Regiobus Oberlausitz seine Pforten. Wer an einer der Touren teilnehmen möchte, sollte sich mit der Anmeldung im Internet beeilen. Die Plätze für die neun Touren in Bautzen sind schon fast ausgebucht.

In Kamenz gibt es die Spätschicht zum zweiten Mal. Auf zwei Touren kann man hier beispielsweise Einblick ins Flugsportzentrum Bautzen und das Autohaus Winter bekommen. „Das Autohaus zum Beispiel hat einen Abo-Service zum Testen eines Wunschautos. Dieses Angebot wird es zur Spätschicht unter anderem vorstellen“, sagt die Kamenzer Wirtschaftsreferentin Doreen-Charlotte Hantschke.

Am 9. Oktober finden die Bustouren in Bischofswerda, Radeberg und Hoyerswerda statt. Bischofswerda macht bereits zum zweiten Mal eine Spätschicht. Im Vorjahr hätten zwar nur 50 Interessierte teilgenommen, aber das Feedback sei sehr gut gewesen, sagt Manuel Saring, Wirtschaftsreferent von Bischofswerda.

Radeberg ist erstmals mit dabei

Wegen der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung dieses Jahr verschoben werden. „Die Unternehmen haben wegen der Pandemie sicher gerade andere Sorgen“, sagt Manuel Saring. Umso mehr freut er sich über die rege Teilnahme der Betriebe vor Ort. 

Fast alle, die im Vorjahr teilnahmen, haben sich wieder angemeldet, sodass es auch in diesem Jahr vier Touren zu den Bischofswerdaer Firmen geben kann. Die sind bis auf eine Ausnahme wieder genauso wie im Vorjahr. Neben den Touren zu produzierenden Betrieben gibt es auch eine „Sozial- und Pflegeroute“. Wer bei dieser Tour mitfährt, kann unter anderem im Altenpflegeheim Zur Heimat und bei der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung hinter die Kulissen schauen.

In Radeberg gibt es die Spätschicht dieses Jahr zum ersten Mal. „Wir haben die Spätschichten der anderen Städte in den Vorjahren mit Interesse verfolgt und freuen uns, dass wir nun mit aufgenommen wurden. So können wir gemeinsam unseren Wirtschaftsraum präsentieren“, sagt Marco Wagner, Wirtschaftsreferent der Stadt Radeberg.

Hier finden zwei Bustouren statt, bei denen man jeweils drei Unternehmen kennenlernen kann. Die Radeberger-Brauerei ist nicht dabei. „Die haben die meisten Radeberger schon gesehen“, sagt Marco Wagner. Stattdessen besuchen Interessierte hier unter anderem den Landwirtschaftsbetrieb „An der Dresdner Heide“ oder das Karosseriewerk Dresden.

Wegen Corona nur 20 Plätze je Bus

In Hoyerswerda gibt es drei Bustouren, bei denen man hinter die Kulissen zum Beispiel der Tagesklinik HoyReha, der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda und des Lausitzbades schauen kann.

Aufgrund der Einschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie sind die Plätze in den Bussen auf 20 beschränkt. Außerdem weisen die Veranstalter darauf hin, dass Mund-Nasen-Bedeckungen während der Busfahrten zu tragen sind. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine vorherige Anmeldung auf den Webseiten zur Spätschichten ist nötig. 

www.bautzen.de/spaetschicht
www.bischofswerda.de/spaetschicht
www.kamenz.de/spaetschicht
www.radeberg.de/spaetschicht
www.hoyerswerda.de/spaetschicht

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