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Bautzen

22.600 Oberlausitzer sind unterbeschäftigt

Wer keinen Job hat, aber ein Praktikum absolviert oder krank ist, gilt nicht als arbeitslos. Er taucht anders in der Statistik auf.

Kathrin Groschwald leitet die Arbeitsagentur in Bautzen. "Niemand wird in Statistik versteckt", sagt sie.
Kathrin Groschwald leitet die Arbeitsagentur in Bautzen. "Niemand wird in Statistik versteckt", sagt sie. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Im Oktober nahmen in der Oberlausitz 4.626 Personen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teil oder standen aus anderen Gründen dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung. Darüber informierte jetzt die Arbeitsagentur Bautzen. 855 von ihnen nahmen an Weiterbildungen teil. 616 absolvierten eine sogenannte Aktivierungsmaßnahme, dazu zählen beispielsweise Praktika in Betrieben. 304 Arbeitslose waren krank gemeldet.

Sie alle gelten während der Zeit ihrer Qualifizierungen, Praktika oder Krankheiten nicht als arbeitslos, sondern als unterbeschäftigt. „Niemand wird in der Statistik versteckt“, betont Kathrin Groschwald, Chefin der Bautzener Arbeitsagentur, die für die gesamte Oberlausitz zuständig ist.

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Die Unterbeschäftigung als Summe aus Arbeitslosen und Teilnehmern an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen belief sich in diesem Oktober in der Region auf insgesamt 22.584 Menschen. Dabei lag aktuell der Anteil der Arbeitslosigkeit an der Unterbeschäftigung bei 79,2 Prozent. (SZ/tbe)

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