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Bautzen

Arbeitslosigkeit ist im Januar gestiegen

In den Kreisen Bautzen und Görlitz sind 19.700 Menschen arbeitslos gemeldet. Aktuell kann die Agentur 4.700 Jobs anbieten – vor allem in einem Bereich.

Bei der Bautzener Arbeitsagentur sind gegenwärtig rund 19.700 Menschen arbeitslos gemeldet.
Bei der Bautzener Arbeitsagentur sind gegenwärtig rund 19.700 Menschen arbeitslos gemeldet. © Symbolfoto: dpa/Markus Scholz

Bautzen. Die Arbeitslosigkeit ist im Bereich der Arbeitsagentur Bautzen im Januar gestiegen – im Vergleich zum Dezember 2020 um 8,7 Prozent. Das hat die Agentur am Freitag gemeldet. Jetzt sind reichlich 1.570 Menschen mehr arbeitslos als im Vormonat. Verglichen mit Januar letzten Jahres stieg die Arbeitslosigkeit um sieben Prozent (knapp 1.300 Personen).

Insgesamt waren im Januar in den Kreisen Bautzen und Görlitz reichlich 19.700 Menschen arbeitslos gemeldet; das sind 7,1 Prozent. Laut Ilona Winge-Paul, Geschäftsführerin operativ der Bautzener Agentur, hat der Anstieg „überwiegend saisonale Gründe“.

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Unternehmen melden 620 freie Stellen

Im ersten Monat dieses Jahres wurden der Arbeitsagentur 620 freie Stellen gemeldet; das sind 113 weniger als im Dezember und 228 weniger als im Januar 2020. „Gegenüber dem Vormonat stieg die Nachfrage nach Arbeitskräften im verarbeitenden Gewerbe und im Bereich der Information und Kommunikation“, berichtet die Agentur. Dagegen ging die Nachfrage im Bereich der sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen sowie im Gesundheits- und Sozialwesen zurück.

Aktuell sind gut 4.700 freie Stellen zu vermitteln. Die meisten Angebote gibt es im Bereich der Zeitarbeit (1.614), des verarbeitenden Gewerbes (685) und des Gesundheits- und Sozialwesens (430).

Mit Kurzarbeit halten Firmen Fachkräfte

„Die Unternehmen in der Oberlausitz setzen weiter auf das Kurzarbeitergeld, um ihre eingearbeiteten Fachkräfte in den Unternehmen zu halten“, konstatiert Ilona Winge-Paul. Von März bis Dezember 2020 wurden im Agenturbezirk 8.226 Anzeigen über Kurzarbeit gestellt; dahinter stehen knapp 87.400 Arbeitnehmer.

Für den ersten Monat dieses Jahres gab es bis zum 25. Januar weitere 1.031 Anzeigen mit insgesamt rund 8.700 Arbeitnehmern. Doch erst, wenn tatsächlich kurzgearbeitet wird, kann der Betrieb innerhalb von drei Monaten die Abrechnungsliste einreichen. Erst danach liegen endgültige Daten dazu vor, wie viele Personen in Kurzarbeit waren.

Aussagen dazu sind aktuell bis September 2020 möglich. So wurde beispielsweise im September für rund 9.780 Arbeitnehmer in 1.257 Unternehmen oder Unternehmensteilen Kurzarbeitergeld gezahlt. (SZ)

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