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Bautzen

Bautzen: Handwerk kritisiert Kultusminister

Die Ausbildung von Bäckern und Friseuren soll von Bautzen nach Görlitz gehen. Kreishandwerkerschaft und Innungsobermeister sind dagegen.

In der Kritik: Sachsens Kultusminister Christian Piwarz. Die Kreishandwerkerschaft und Innungsobermeister des Landkreises Bautzen kritisieren die Entscheidung, die Ausbildung von Bäckern und Friseuren nach Görlitz zu verlegen.
In der Kritik: Sachsens Kultusminister Christian Piwarz. Die Kreishandwerkerschaft und Innungsobermeister des Landkreises Bautzen kritisieren die Entscheidung, die Ausbildung von Bäckern und Friseuren nach Görlitz zu verlegen. © kairospress

Bautzen. Führende Handwerker aus dem Landkreis Bautzen kritisieren Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU) für dessen Entscheidung, gegen den Willen des Landkreises die Ausbildung von Bäckern und Friseuren von Bautzen nach Görlitz zu verlegen. Das steht in einem Schreiben, das unter anderem von Kreishandwerksmeister Frank Scholze sowie den Obermeistern der Bäcker- und Friseurinnungen unterzeichnet ist.

Die Kritik bezieht sich auf den sächsischen Teilschulnetzplan für Berufsbildende Schulen, der am 1. August in Kraft treten soll. Er sieht unter anderem vor, dass in Bautzen mehr technische Berufe ausgebildet werden, dafür die Lehre in anderen Berufszweigen wie Bäcker oder Friseur in Görlitz gestärkt wird.

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Schule im Kreis künftig nur noch für 59 Berufe

"Nach Besuchen in den Beruflichen Schulzentren Görlitz und Bautzen festigte sich unsere Meinung, die Friseur- und Bäckerausbildung in Bautzen zu belassen, weil die technischen Voraussetzungen hier einfach besser sind", heißt es. Gleichzeitig begrüßen es die hiesigen Handwerker "ausdrücklich, dass die Metall- und Elektroausbildung, eben wegen der hervorragenden Möglichkeiten, in Bautzen gestärkt wird". Die Anzahl der im Landkreis beschulten Berufe reduziere sich aber von 76 auf 59. "Das kann keine Option zur Stärkung des ländlichen Raumes sein", schreiben die Autoren.

Der Landkreis Bautzen hatte seine Zustimmung zu den Kultus-Planungen versagt. Allerdings hat das Ministerium dieses fehlende Einverständnis durch ein eigenes Veto "ersetzt". (SZ/tbe)

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