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IG Metall sorgt sich um Alstom-Aufträge

Bis 2023 sind die Auftragsbücher des Bautzener Waggonbauwerkes gut gefüllt. Für die Zeit danach will die IG Metall auch ihren guten Draht nach Berlin nutzen.

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Uwe Garbe ist seit Kurzem der Erste Bevollmächtigte der Industriegewerkschaft Metall für Ostsachsen.
Uwe Garbe ist seit Kurzem der Erste Bevollmächtigte der Industriegewerkschaft Metall für Ostsachsen. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Die IG Metall sorgt sich um die Zukunft des Bautzener Waggonbauwerkes. "Die nächsten zwei Jahre sind die Auftragsbücher gut gefüllt", sagt Uwe Garbe, Erster Bevollmächtigter der IG Metall für Ostsachsen. "Es geht um die Zeit danach."

Der Waggonbau Bautzen gehört seit Januar neuen Eigentümern - der französische Alstom-Konzern übernahm die Bahnsparte des kanadischen Unternehmens Bombardier. Bereits zuvor hatte Alstom mehrfach betont, die Waggonbauwerke in Bautzen und Görlitz nicht infrage zu stellen. Garbe hört das gern: "Wir haben hier eine Super-Schienenfahrzeugindustrie."

Die IG Metall appelliert an Alstom, sich um neue Aufträge zu bemühen. "Wenn etwa Berlin oder Leipzig den Kauf neuer Straßenbahnen ausschreiben, müssen die Fahrzeuge von hier kommen", fordert Garbe. Unterstützung erhofft er sich dabei von seinem Vorgänger Jan Otto, der jetzt an der Spitze der IG Metall in Berlin steht: "Wir wollen unsere guten Kontakte in die Hauptstadt nutzen." (SZ/tbe)