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Mehr Geld für Mitarbeiter bei Bautzner Senf

Die Löhne werden steigen, darauf haben sich Gewerkschaft und Arbeitgeber geeinigt. Die Ansichten über den jüngsten Streik gehen allerdings auseinander.

Mitarbeiter von Bautzner Senf vor wenigen Tagen bei einer Demonstration für höhere Löhne auf dem Kornmarkt in Bautzen. Jetzt gibt es eine Einigung.
Mitarbeiter von Bautzner Senf vor wenigen Tagen bei einer Demonstration für höhere Löhne auf dem Kornmarkt in Bautzen. Jetzt gibt es eine Einigung. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Einigung bei Bautzener Senf: Die rund 50 Mitarbeiter des Werkes in Kleinwelka  werden ab 1. Oktober mehr Geld verdienen. Auf diese und weitere Lohnerhöhungen hat sich das Unternehmen Develey Senf und Feinkost mit der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) geeinigt. 

"Zum 1. Oktober werden die Tarifentgelte von allen Beschäftigten um 107 Euro angehoben. In den Jahren 2021 bis 2024 werden die Tarifentgelte jeweils zum 1. September um 100 Euro angehoben. Bis September 2024 steigen die Tarifentgelte damit um mindestens 507 Euro", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

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Der neue Tarifvertrag läuft demnach bis zum 30. April 2025 und könne dann wieder verhandelt werden. Darin enthalten ist auch die schrittweise Erhöhung der Ausbildungsvergütung bis zum September 2024 um insgesamt 175 Euro.

Ein Schritt zum Abbau von Lohnunterschieden

NGG-Verhandlungsführer Olaf Klenke hatte vor den Tarifverhandlungen eine Lohnerhöhung für alle Beschäftigten um 310 Euro bis zum September 2022 gefordert. Mit dem jetzigen Ergebnis ist er zufrieden. "Mit diesem Abschluss wird die gute Arbeit der Beschäftigten finanziell endlich stärker anerkannt", teilt Klenke mit.

Es sei zudem ein wichtiger Schritt zum Abbau der Lohnunterschiede zwischen Ost und West. Nach Angaben der Gewerkschaft verdienen Facharbeiter bei der Develey-Tochter Löwensenf in Düsseldorf bis zu 941 Euro mehr als in Bautzen. Im Develey-Werk im bayerischen Dingolfing seien es bis zu 694 Euro.

 "Und im Jahr 2021 steigt der Stundenlohn für die unterste besetzte Lohngruppe auf  zwölf Euro." Neben der Lohnerhöhung für alle Mitarbeiter waren diese zwölf Euro eine weitere zentrale Forderung der NGG. Die Mitarbeiter von Bautzner Senf hatten seit dem 21. September gestreiktNun könnten sie die Tarifeinigung als ihren Erfolg verbuchen, so Olaf Klenke.

Seit Montag wurde verhandelt

Das Unternehmen zeigt sich ebenfalls zufrieden mit dem Vertragsabschluss. "Wir sind froh, dass wir auch dieses Mal zu einer vernünftigen und langfristig angelegten Einigung mit der NGG Ost finden konnten“, teilt Develey mit. Den Streik der Mitarbeiter hätte es dafür aber gar nicht gebraucht. "Die Türen für den Dialog standen unsererseits jederzeit offen; für den Streik bestand daher keine Notwendigkeit."

Die Tarifverhandlungen zwischen der NGG und der Bautzner Senf und Feinkost GmbH hatten am Montagnachmittag begonnen, wurden zwischenzeitlich unterbrochen und führten am Dienstagabend schließlich zur Einigung. (SZ)

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