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Unternehmen aus Sohland macht Sportlern Beine

Die Lausitzer Früchteverarbeitung sponsert jetzt einen ehemaligen Fußball-Bundesligisten - und lässt mit einem neuen Getränk die Fachwelt staunen.

Maximilian Deharde, Juniorchef der Lausitzer Früchteverarbeitung in Sohland, präsentiert die neuen Hattrick-Sportgetränke.
Maximilian Deharde, Juniorchef der Lausitzer Früchteverarbeitung in Sohland, präsentiert die neuen Hattrick-Sportgetränke. © SZ/Uwe Soeder

Sohland (Spree). Einen Hattrick auf dem Rasen, also einen Dreierpack an Toren, könnten die Fußballer von Energie Cottbus gut gebrauchen. Aus den ersten zwei Spielen der neuen Regionalliga-Saison holte der ehemalige Bundesligist, in dessen Stadion einst auch Bayern München verlor, nur einen Punkt.

Außerhalb des Spielfelds gibt es den Hattrick schon - in flüssiger Form. So heißt ein neues Sportlergetränk der Lausitzer Früchteverarbeitung aus Sohland (Spree). Damit gehören die Sohlander jetzt zur Reihe der Sponsoren, die Energie Cottbus unterstützen und am liebsten - weil werbewirksamer - bald wieder in höheren Ligen spielen sehen möchten. "Die Spieler unserer Mannschaft werden ab sofort mit den kraftspendenden Hattrick-Sportdrinks versorgt", erklärt Energie-Geschäftsführer André Schilbach.

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Lausitzer steckt viel Kraft in Forschung und Entwicklung

Mit einer Aktion wie dieser will die Lausitzer Früchteverarbeitung ihr Sportlergetränk bekannter machen. Denn kaum jemand weiß, dass die Sohlander schon seit drei Jahren Erfrischungsgetränke speziell für Freizeit- und Leistungssportler anbieten. Bisher gibt es die flüssigen Kraftpakete in fünf Rezepturen mit oder ohne Zucker, mit Proteinen, Vitaminen oder Koffein vor allem in Fachgeschäften, vielen Fitnessstudios und im Lausitzer-Online-Shop.

"Wir haben für die Herstellung von Hattrick eine spezielle Technologie entwickelt", berichtet Juniorchef Maximilian Deharde. "Eigentlich schmecken ja Proteine für sich genommen nicht so toll. Aber wir haben es geschafft, dass sie fruchtig schmecken." Darüber habe auch die internationale Fachwelt gestaunt. Und in England sowie in nordischen Ländern hätten sich die Fitmacher aus Sohland - dort unter anderem Namen - auch schon gut verkauft.

Möglich sind solche neuen Kreationen, weil in Sohland etwa jeder zehnte Angestellte in Forschung und Entwicklung sowie in der Qualitätssicherung arbeitet. Nur wenige Hersteller setzen so viele Mitarbeiter an die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten, sagt Deharde.

2017 war Lausitzer Sachsens Unternehmen des Jahres

In der Heimat wollte Sachsens Unternehmen des Jahres 2017 mit seiner sportlichen Neuentwicklung eigentlich schon im Frühjahr 2020 in die Offensive gehen: "Wir haben Hattrick auf einer Fitness-Messe vorgestellt, Listungen bei Kunden waren vorbereitet - doch dann kam Corona", blickt Deharde zurück. Auch Fitnessstudios mussten schließen, die Pandemie warf alle Pläne über den Haufen.

"Aber jetzt wollen wir die Getränke gezielt nach vorne bringen", gibt der 39-Jährige die Richtung vor. Er bezeichnet Hattrick als "Produkt für die Zukunft" - neben den Säften, Konfitüren, Fruchtmischungen für Joghurts und vielem mehr, was in Sohland hergestellt wird. Jährlich verarbeitet das Unternehmen etwa 15.000 Tonnen Obst und Gemüse, insgesamt rund 25 Millionen Flaschen und Gläser verlassen das Werk im Oberlausitzer Bergland sowie die Firmentochter Kinella im Vogtland.

An beiden Standorten zusammen beschäftigen Vater Werner und Sohn Maximilian Deharde aktuell etwa 175 Mitarbeiter. "Aber wir könnten durchaus noch ein bis zwei Lehrlinge für das neue Ausbildungsjahr brauchen", sagt der Juniorchef.

Glühwein als Energie-Cottbus-Sonderedition

Seit vielen Jahren engagiert sich die Lausitzer Früchteverarbeitung bereits in verschiedenster Weise für den regionalen Sport, unterstützt beispielsweise Dynamo Dresden und die Frauenmannschaft des 1. FFC Dresden. Zudem steuerte das Unternehmen Geld für den Neubau der Sprungschanzen des Skiclubs Sohland bei.

"Mit Getränken sponsern wir jetzt erstmals einen größeren Verein", erklärt Maximilian Deharde das Engagement bei Energie Cottbus. Ein Engagement, das über Hattrick hinaus geht: So soll in der kalten Jahreszeit im Cottbuser Stadion der Freundschaft Glühwein aus Sohland ausgeschenkt werden. Außerdem soll es im Handel eine Energie-Cottbus-Sonderedition von 20.000 Flaschen Glühwein geben.

Beim Sponsoring für Energie Cottbus spielen die Sohlander in einer Liga unter anderem mit dem Bergbau- und Energiekonzern Leag, mit der Spreewaldtherme in Burg und der Dresdener Brauerei Feldschlösschen. "Es wurden neue starke Partnerschaften vereinbart", freut sich Energie-Geschäftsführer Schilbach. "Uns ist es ganz besonders wichtig, dass sich Unternehmen hier aus der Stadt und der Umgebung an unsere Seite stellen. Gemeinsam können wir viel bewegen und wechselseitig voneinander profitieren."

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