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Bautzener Firma erfindet den Pizza-Baukasten

Meister`s hat eine Weltneuheit entwickelt. Die gibt es jetzt schon in Dänemark zu kaufen – und bald auch in Bautzen.

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© Uwe Soeder

Von Christoph Scharf

Tiefkühlpizza? Schmeckt doch nicht. Also doch lieber frisch zubereiten. Das macht aber Arbeit: Hier eine Packung Wurst öffnen, dort Salami schneiden – und nicht die Soße vergessen! Mit einer Bautzener Erfindung soll das viel einfacher werden. „Wir haben den Pizza-Baukasten entwickelt“, sagt Gabriela Schlenkrich von Meister’s Wurst- und Fleischwaren.

Der Anstoß dazu kam aus dem Ausland: Gemeinsam mit einem dänischen Handelspartner tüftelten die Bautzener, wie man den Appetit der Skandinavier auf Pizza-Spezialitäten noch besser bedienen könnte. „In den Läden dort finden sich regalweise Zutaten für Pizzen – Salami, Schinkenstreifen, Würstchen in allen Größen“, sagt die 50-Jährige. Erfolgreich kann man aber am besten das verkaufen, was es noch gar nicht gibt. Und da kam den Partnern in Dänemark eine Idee. Beim familiären Pizza-Backen mit den Kindern merkten sie, dass man zwar viele Sorten zum Belegen einkauft – aber dann doch nicht alles drauf passt. „So friert man einiges ein, manches fliegt weg“, sagt Gabriela Schlenkrich. Die Lösung: Ein Produkt zu entwickeln, das genau die richtige Menge an Belägen enthält, die auf den 400-Gramm-Pizzateig passt.

Nach acht Monaten Entwicklung hat Meister’s die optimale Mischung gefunden. In einer Packung mit fünf verschiedenen Fächern finden sich 60 Gramm Kochschinken, 50 Gramm Würstchen, 25 Gramm Pepperonisalami, 25 Gramm Serranoschinken. Sogar an Pizzasoße wurde gedacht. Davon gibt es 105 Gramm. Käse allerdings fehlt im Pizza-Baukasten. Die Fachfrau aus Weifa hat dafür auch eine Erklärung. „Der eine Kunde will gar keinen Käse, der andere lieber die doppelte Menge. Einer mag lieber Mozzarella, einer lieber Gouda.“ Also lässt man diesen Teil des Belags lieber weg, zumal er den Preis der Packung deutlich nach oben getrieben hätte. So gibt es die Bautzener Neuheit jetzt für unter vier Euro in dänischen Supermärkten. Ähnlich viel soll sie auch in Deutschland kosten, wenn sich ein Handelspartner dafür findet. „Die Fachwelt auf der Ernährungsmesse Anuga war jedenfalls begeistert“, sagt Gabriela Schlenkrich. Und die Kollegen, die als Tester fungierten, ebenfalls. Im Werksverkauf an der Edisonstraße soll es den Pizza-Baukasten jedenfalls schon bald geben.