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Bautzener setzen ein Zeichen

Für Gleichberechtigung und gegen Hass gehen Menschen am Freitag auf die Straße. Gleich zwei Veranstaltungen sind geplant.

Ein Blick auf die Bautzener Altstadt mit dem Petridom. Hier gibt es am Freitag ein Friedensgebet. © SZ/Uwe Soeder

Bautzen. Mit gleich zwei Veranstaltungen wollen die Bautzener am Freitag ein Zeichen setzen. Geplant ist ab 18 Uhr ein Friedensgebet im Bautzener Dom. Im Anschluss treten die Teilnehmer mit Kerzen aus der Kirche heraus. Auf dem Fleischmarkt in Bautzen soll es dann friedliche Gespräche geben, erklärt Heiner Schleppers, der die Aktion gemeinsam mit den evangelischen und katholischen Kirchgemeinden St. Petri organisiert. Wie Schleppers mitteilt, geht es darum, ein Licht gegen Hass zu setzen. 

Außerdem findet um 18.30 Uhr eine Kundgebung auf dem Hauptmarkt in Bautzen statt. Anlässlich des Internationalen Frauentages veranstalten der DGB Ostsachsen, die Fraueninitiative Bautzen sowie Vertreter von SPD, Linke und Grüne eine Demonstration. Die Veranstalter wollen ein Zeichen dafür setzen, dass in Bautzen die Werte des Grundgesetzes, insbesondere die Gleichberechtigung, das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf freie Entfaltung geachtet und verteidigt werden.

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Dass beide Veranstaltungen nahezu zeitgleich stattfinden, kann der Bautzener Heiner Schleppers nicht wirklich verstehen. „Mir wäre eine gemeinsame Aktion viel lieber gewesen“, sagt er. Gleichzeitig betont Schleppers aber auch, dass das Friedensgebet einen völlig anderen Charakter als die Kundgebung hat. So sollen die Teilnehmer im und vor dem Dom zum Beispiel auf Transparente, Fahnen oder Ähnliches verzichten. „Unser Zeichen ist das Licht, ist die Kerze in der Hand“, sagt er. Zu dem Friedensgebet erwartet Schleppers etwa 500 Menschen. 

Dana Dubil, Regionsgeschäftsführerin des DGB Ostsachsen, sieht kein Problem darin, dass es an dem Tag zwei Veranstaltungen gibt. Weil das Friedensgebet für etwa 15 Minuten geplant ist, könnten die Besucher im Anschluss noch bequem zur Kundgebung auf den Hauptmarkt kommen, argumentiert sie.

Ursprünglich wollten am 8. März Neonazis auf dem Kornmarkt in Bautzen demonstrieren. Ihre Kundgebung sollte sich gegen die Stadtrats-Kandidatur der Historikerin Annalena Schmidt richten. Angemeldet hatte die Demo der ehemalige NPD-Kreischef Marco Wruck, der jetzt Mitglied der rechten Splitterpartei „Die Republikaner“ ist. Zu der Kundgebung hatte der Redner weitere Mitglieder sowie den ehemalige AfD-Politiker André Poggenburg eingeladen. Doch am vergangenen Donnerstag sagte Marco Wruck die Veranstaltung überraschend wieder ab. Er wolle eine Eskalation vermeiden, erklärte er.