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Bautzens OB hofft auf Weckruf

Der Brand im Husarenhof müsse die Mehrheit der Bevölkerung aufrütteln. „Wir lassen uns unsere Stadt nicht von einigen Hohlköpfen kaputt machen“, so Alexander Ahrens.

© Uwe Soeder

Bautzen. Der Oberbürgermeister von Bautzen, Alexander Ahrens, kündigt nach dem Brand des Husarenhofs eine „Jetzt-erst-Recht“-Reaktion an. Gemeinsam mit dem Landratsamt werde er sich um eine andere Unterkunft für die 300 Flüchtlinge bemühen, sagte Ahrens in einem Interview mit dem ARD-Morgenmagazin. Zudem müsse die Politik in Sachsen und auf Bundesebene klarer als bisher den geistigen Brandstiftern entgegentreten. Konkret nannte Ahrens die AfD und ihre Forderung, an der Grenze auf Flüchtlinge zu schießen.

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In das Hotel Husarenhof in Bautzen sollten ab Anfang März Asylbewerber einziehen. In der Nacht zum Sonntag brach in dem Gebäude jedoch Feuer aus. Die Polizei geht gegenwärtig von Brandstiftung aus. Bei einer ersten Tatort-Untersuchung wurden Spuren von Brandbeschleuniger gefunden. Während das Gebäude brannte, versammelten sich vor dem früheren Hotel etwa 20 bis 30 Schaulustige. Etliche von ihnen bejubelten das Feuer und behinderten die Feuerwehr bei den Löscharbeiten.

Die Mehrheit der Bautzener Stadtbevölkerung denke anders, sagte Ahrens der ARD. Bautzen werde in dieser Hinsicht klare Zeichen setzen: „Wir lassen uns von einigen Hohlköpfen unsere Stadt nicht kaputt machen“.