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Bautzner protestieren gegen Neonazi-Demo

Bautzen. Hunderte Menschen haben am Sonnabend in Bautzen ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Sie protestierten gegen rechte Kräfte, die am selben Tag in der Spreestadt Stimmung gegen Asylbewerberheime machen wollten.

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Bautzen. Hunderte Menschen haben am Sonnabend in Bautzen ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit gesetzt. Sie protestierten gegen rechte Kräfte, die am selben Tag in der Spreestadt Stimmung gegen Asylbewerberheime machen wollten. Unter dem Motto „Bautzen bleibt bunt“ hatte ein breites Bündnis aufgerufen, Rassismus und Naziideologie entschlossen und zahlreich entgegenzutreten. Nach Angaben der Polizei blieb die Lage friedlich.

„Wir sind eine offene Stadt, die Fremden freundlich begegnet“, sagte der Bautzener Oberbürgermeister Christian Schramm (CDU) zum Auftakt der Aktionen für Toleranz und Zivilcourage. Sieben Kundgebungen waren organisiert worden, damit sollten verschiedene Plätze in der Bautzener Innenstadt für den Aufmarsch der Rechten blockiert werden. Laut Polizeiangaben beteiligten sich daran bis zu 1 000 Menschen. Mit Pfiffen, Musik und Buhrufen versuchten sie, den Aufmarsch der Neo-Nazis lautstark zu stören. Mit mehreren Hundert Beamten hielt die Polizei die Demonstranten auf Abstand. Im Einsatz waren dabei auch Kräfte aus Bayern und Brandenburg und des Bundes. Die Zahl der Teilnehmer bei den Rechten wurde mit 250 bis 300 angegeben. (dpa)