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Dresden

Viel Aufwand für die Straßenbäume

Seit vier Wochen wird in Dresden die Bautzner Straße erneuert. Inzwischen stehen erste wichtige Arbeiten im Untergrund vor dem Ende.

Die Bautzner Straße gleicht derzeit einer Mondlandschaft. © Sven Ellger

Die Bäume an der Bautzner brauchen jetzt besondere Pflege. Denn die Platanen beiderseits der Straße sollen unbedingt erhalten werden. Trotz der Bauarbeiten rund um die Stämme. Auf beiden Straßenseiten schützen hohe Holzgitter die Stämme. Dazu hängen an den Bäumen auf der Nordseite Säcke aus dickem grünem Kunststoff. Darin befindet sich Wasser, das langsam zu den Wurzeln sickern kann. Auf der anderen Seite wird eine wasserdurchlässige Steinschicht auf den künftigen Fuß- und Radweg geschüttet. Freie Wurzeln werden sofort mit einem weichen weißen Fließstoff abgedeckt, um sie vor Beschädigungen zu schützen. Aus einem Schlauch läuft unablässig Wasser ins Erdreich, damit die Bäume nie austrocknen können.

Dazwischen schaufeln Bagger, werden schwere Betonröhren abgeladen, in einer langen Grube arbeiten Bauleute an einer Wasser- und einer Gasleitung. Bisher gab es im Untergrund der Bautzner zwischen Glacisstraße und Hoyerswerdaer Straße keine unangenehmen Überraschungen, die die Bauzeit verlängern, sagt Steffen Lohmann. Er ist Mitarbeiter der Dresdner Verkehrsbetriebe und der Chef auf der Baustelle in der Neustadt. Spätestens Ende nächster Woche sind die zwei Leitungen fertig, kündigt er an. Dann ist auch der lange Graben nicht mehr zu sehen, und die Arbeit am Unterbau der Straße kann beginnen. Das ist auch der Start für den Bau der neuen Straßenbahnschienen.

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Eigentlich sollte die Bautzner schon vor zwei Jahren saniert werden. Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne) ist froh, dass dort jetzt endlich etwas passiert. „Wir haben da lange dran getüftelt“, sagt er, der Denkmalschutz machte Probleme. Schließlich grenzt an die Bautzner ein kleiner Park, lange mussten die Verantwortlichen darum kämpfen, dort genügend Platz für einen kombinierten Rad- und Fußweg zu bekommen. „Das entspricht nicht mehr unseren Planungsgrundsätzen“, sagt Schmidt-Lamontain. Wegen des Denkmalschutzes für den Park sei aber keine andere Lösung möglich gewesen. Das bedeutet auch, dass der Weg auf der Südseite der Straße wieder mit dem gelblichen Seifenpflaster belegt wird. Dabei handelt es sich um künstlich hergestellte Steine. Sie sind nicht viel größer als ein Stück Seife. Daher rührt ihr Name.

Für die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) ist entscheidend, dass die Bahnen auf dem Bautzner-Stück künftig schneller fahren können. „Zuletzt haben wir zwei Minuten von der Hoyerswerdaer Straße bis zum Albertplatz gebraucht, künftig sind es 30 Sekunden“, sagt Vorstand Lars Seiffert.

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Inzwischen sind auch die Anlieger mit der Baustelle ausgesöhnt. „Am Anfang hat es ein bisschen geruckelt“, sagt Rolf Leonhardt von der Kronen-Apotheke an der Kleinen Bautzner. „Aber inzwischen haben wir guten Kontakt zur Bauleitung“ und die Kundenfrequenz sei bisher nur ein wenig gesunken.

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