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Werner stürmt zu Bundesliga-Rekord

Auch die Bayern jubeln wieder - und Union! Der Bundesliga-Spieltag im Überblick.

Knackt mit 23 Jahren die 200er Marke: RB-Star Timo Werner.
Knackt mit 23 Jahren die 200er Marke: RB-Star Timo Werner. © Marius Becker/dpa

Leipzig. Timo Werner jubelte über seinen Rekord, Markus Gisdol erlebte eine traurige Premiere: Während der Nationalstürmer als jüngster Spieler der Geschichte sein 200. Spiel in der Fußball-Bundesliga mit einem Tor krönte, muss sich der neue Trainer des 1. FC Köln nach dem 1:4 (1:3) bei RB Leipzig auf harte Wochen einstellen. Ein Effekt durch den Trainerwechsel zu Beginn der Woche war bei den Kölnern jedenfalls maximal in der Anfangsviertelstunde zu spüren. «Natürlich ist es keine Wunschvorstellung, im ersten Spiel gegen Leipzig zu spielen», sagte Gisdol im TV-Sender Sky. Es war klar, dass es eine schwierige Aufgabe wird heute.» Er wolle der Mannschaft «Stück für Stück Vertrauen» zurückbringen, sagte er.

Leipzig machte vor 42 036 Zuschauern am Samstagabend dort weiter, wo das Team vor der Länderspielpause aufgehört hatte. Werner (22.) besorgte nach kurzer Abtastphase die Führung, Emil Forsberg (32.) erhöhte per Foulelfmeter und Konrad Laimer (37.) durfte sein erstes Liga-Tor der Saison schießen. Rafael Czichos (39.) ließ mit seinem Tor immerhin die Kölner Hoffnungen kurz aufkeimen. Doch spätestens mit Forsbergs (79.) zweitem Tor hatte sich das erledigt.

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Bei seinem Jubiläum musste Werner, der mit 23 Jahren und 262 Tagen die 200er-Marke knackte, mit einem neuen Nebenmann zurechtkommen. Yussuf Poulsen hatte sich kurzfristig mit Adduktorenproblemen abgemeldet. Und so kam Christopher Nkunku zu einem Startelf-Einsatz. Der Franzose bereitete nach einem Fehler von Jonas Hector auch gleich Werners Tor vor - das 75. in der Bundesliga für den Nationalspieler. «Wir hätten locker noch mehr Tore schießen können», sagte Werner.

Der FC Bayern ist in der Fußball-Bundesliga bis auf einen Punkt an Tabellenführer Borussia Mönchengladbach herangerückt. Die Münchner gewannen am Samstag 4:0 (3:0) bei Fortuna Düsseldorf und profitierten als neuer Zweiter von der 0:2 (0:1)-Niederlage der Gladbacher bei Union Berlin. Der SC Freiburg kletterte durch ein 1:1 (1:1) bei Bayer Leverkusen zumindest vorerst auf Rang drei, der FC Schalke ist nach dem 2:1 (1:0) bei Werder Bremen Vierter. Eintracht Frankfurt unterlag dem VfL Wolfsburg trotz langer Überzahl 0:2 (0:1).

In Düsseldorf sorgten Benjamin Pavard (11. Minute), Corentin Tolisso (27.) und Nationalspieler Serge Gnabry (34.) schon früh für klare Verhältnisse zugunsten der überlegenen Münchner. Philippe Coutinho erhöhte auf 4:0 (70.). Im dritten Spiel unter Trainer Hansi Flick war es für den Rekordmeister der dritte Sieg. RB Leipzig konnte die Münchner am Abend aber mit einem Sieg noch von Rang zwei verdrängen.

Tabellenführer Gladbach kassierte in Berlin die erste Liga-Niederlage seit mehr als einem Monat. Stürmer Anthony Ujah brachte die Gastgeber in Führung (15.), Sebastian Andersson machte mit einem Kopfball in der Nachspielzeit alles klar (90.+1). Von der Borussia kam vor allem in der zweiten Halbzeit zu wenig, um die Partie noch zu drehen.

In Leverkusen sah es zunächst so aus, als könnte der SC Freiburg seinen Höhenflug fortsetzen. Lucas Höler brachte die Gäste nach einer Ecke früh Führung (5.), Moussa Diaby gelang aber der verdiente Ausgleich für die Werkself (36.). Leverkusen rutschte durch das Remis zumindest vorübergehend auf den neunten Tabellenplatz ab.

Der FC Schalke ist mittlerweile seit über einem Monat ungeschlagen. Das 2:1 in Bremen war bereits der sechste Saisonsieg für das Team von Trainer David Wagner. Amine Harit (43.) und Benito Raman (53.) trafen für den Revierclub, der Anschluss durch Yuya Osako (80). war zu wenig. Bremen wartet in der Liga seit acht Spielen auf einen Sieg.

Frankfurt konnte im Heimspiel gegen Wolfsburg auch nicht von einer Halbzeit in Überzahl profitieren. Marcel Tisserand sah die Gelb-Rote Karte (45.+2), dennoch bauten die Niedersachsen ihren Vorsprung durch das Tor von Stürmer Wout Weghorst (19.) sogar noch aus. Keeper Felix Wiedwald ermöglichte Joao Victor mit einem Patzer das 2:0 (65.).  (dpa)