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Bayerns Siegesserie endet unerwartet

Vier Pflichtspiele, vier klare Erfolge für Hansi Flick und den FC Bayern - bis jetzt. Gegen Leverkusen kommt es anders für München und seinen Trainer.

Die Bayern, hier Ivan Perisic, hadern mit der Chancenverwertung. Auch ein Grund für die unerwartete Niederlage.
Die Bayern, hier Ivan Perisic, hadern mit der Chancenverwertung. Auch ein Grund für die unerwartete Niederlage. © dpa
München. Das Tor-Comeback von Thomas Müller hat Hansi Flick nicht vor dem Ende seiner Erfolgsserie gerettet. Nach vier Siegen unter dem neuen Trainer verlor der fahrlässig mit seinen Chancen umgehende FC Bayern München mit 1:2 (1:2) gegen Bayer Leverkusen. Für die Gäste waren Leon Bailey (10. Minute/35.) am Samstag per Doppelpack und Torhüter Lukas Hradecky die Matchwinner. Müller konnte zwar sein erstes Tor in der Fußball-Bundesliga seit März erzielen (34.), doch am Ende eines unterhaltsamen und attraktiven Spiels freute ihn das wenig. Die Schlussphase musste Leverkusen nach Rot für Jonathan Tah wegen einer Notbremse in Unterzahl absolvieren (82.).

Nach vier Pflichtspiel-Siegen mit 16:0-Toren zeigten die Flick-Bayern vor 75.000 Zuschauern unerwartete Defensivlücken. Noch gravierender aber war, dass zu viele Torchancen um den diesmal glücklosen Torjäger Robert Lewandowski ungenutzt blieben. Trotz einer ernüchternden München-Bilanz mit nur einem Sieg in den vorherigen 29 Spielen spielten die Gäste frech mit, waren effektiver - und belohnten sich.

"Es hat auf jeden Fall nicht viel gefehlt, es war mehr drin für uns", sagte Bayern-Keeper Manuel Neuer. Leverkusen sei griffig gewesen und habe sie früh unter Druck gesetzt. "Die Tore müssen wir machen, das hat gefehlt."

Nachdem Serge Gnabry bei einem Pfostentreffer die Bayern-Führung auf dem Fuß hatte (9.), fiel im Gegenzug das 1:0 für Leverkusen. Nach Ballverlust von Alphonso Davies  schaltete der Gast schnell, Kevin Volland bediente Bailey, der vollendete.

Auf der anderen Seite durfte Müller sich über ein fast schon vergessenes Gefühl freuen. Nach 21 Spielen ohne Bundesliga-Tor netzte der zuletzt im März erfolgreiche Bayern-Star wieder ein. Nach einem Leverkusener Einwurf erkämpften sich die Bayern den Ball, der
bei Müller landete. Der 30-Jährige vollendete zum 111. Liga-Tor.

Die Antwort kam prompt gegen die zuletzt so stabile Münchner Defensive, die diesmal überraschend viele Lücken aufwies. Javi Martínez war zu langsam für Bailey und dieser machte seinen Doppelpack perfekt. Bis dato hatte der flinke Flügelmann nur am ersten Spieltag dieser Saison getroffen - gegen Paderborn.

Und Lewandowski? Der Viererpack-Rekordler aus der Champions League ließ eine Großchance aus abseitsverdächtiger Position alleine vor dem starken Hradecky aus wenigen Metern aus (41.). Kurz vor der Pause rettete dann Bayer-Kapitän Lars Bender mit einer Riesengrätsche.

Bayern war auch nach der Pause überlegen, Leverkusen konterte brandgefährlich. Aber auch die Überzahl brachte den Münchnern nichts mehr. "Die zweite Halbzeit hatten wir natürlich Glück", meinte Leverkusens Volland: "Wir haben alles gegeben, das hat man gesehen." Dass man bei den Bayern zudem ein bisschen Glück braucht, wüssten sie auch. (dpa)

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